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10.000 Kilometer langer Bogen auf Venus!

Beitragsbild: SSV, MIPL, Magellan Team, NASA

Aus dem Rahmen des „Normalen“

Die Venus-Atmosphäre ist 90-mal so dicht wie die unsere Erde. Bei einer so dichten Atmosphäre von Kohlenstoffdioxid, mit Schwefelsäurewolken und immer mindestens 440 Grad ist es so gut wie unmöglich, Sonden heil auf die Oberfläche der Venus zu bringen und dort irgendwelche Forschungen zu machen. Die meisten Sonden sind ganz einfach zerbrochen. Von weitem konnte man jetzt aber neue Aufnahmen der Venus machen. Die japanischen Venussonde Akatsuki entdeckte dabei eine äußerst ungewöhnliche Wolkenstrucktur!

“Die bogenförmige Struktur reicht von der Nordpolarregion über den Äquator bis in die Südpolarregion“ – „Von einem Ende zum anderen ist dieser Bogen länger als 10.000 Kilometer.“, so Tetsuya Fukuhara von der Rikkyo Universität in Tokyo.

Neben der ungewöhnlichen Größe des Bogens, fällt auch die Bewegungslosigkeit völlig aus dem Rahmen des „Normalen“. Frühere Forschungsarbeiten sprechen nämlich von Windstärken bis zu 100 Metern pro Sekunde. Der jetzt entdeckte Wolken-Bogen blieb aber ganze vier Tage an Ort und Stelle! Wie kann so etwas gehen? Wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten könnte die unebene Oberfläche, besonders Gebirge, für eine solche Luftbewegung sorgen.

„Die Konvektion in den statischen Schichten zwischen den unteren Wolken und der Oberfläche verhindert normalerweise die Ausbreitung der Schwerewellen“ – „Wir vermuten daher, dass die Winde in der niedrigeren Atmosphäre räumlich oder zeitlich variabler sind als man bisher angenommen hat.“.

Quellen:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21051-2017-01-17.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/planet-venus-mysterioeser-riesenbogen-entdeckt-a-1130229.html
http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo2873.html
https://www.nasa.gov/venus

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