5 der wichtigsten wissenschaftliche Meilensteine!

Erst vor kurzem wurden die Nobelpreisträger für dieses Jahrbekannt gegeben. Heute haben wir 5 der wichtigsten wissenschaftliche Meilensteine für Euch, die zum Teil tatsächlich mit dem Nobelpreis gekührt wurden oder zumindest ähnlich wichtig sind!

Erfindungen, die die Menschheit weiterbrachten?

Der erste Meilenstein begegnet uns tagtäglich. Die Festplatte. Iniziert wurde die Erfindung der Festplatte von der US Air Force. Die Random Access Method of Accounting and Control, kurz Ramac 305, vom Hersteller IBM machte den Anfang. Die ca. 1000 Kilogramm also einer Tonne war Festplatte ungefähr so schwer wie ein Auto. Sie konnte im Jahr 1956 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 8.8 Kilobyte pro Sekunde arbeiten und hatte eine Speicherkapazität von 5 Megabyte. Zum Vergleich: Mit USB 3.0 kann man in einer Sekunde rund 625 Megabyte übertragen und eine Festplatte in der „Standardausführung“ fäangt heutzutage bei ca. 500 Gigabyte an! Die Ramac 305 war das erste Direct Access Storage Device, kurz DASD.

Kaum einer beachtet die Nummer 2: Die Hologramme auf den Geldscheinen, Fahrkartentickets oder Markensportartikel. Erfunden wurde das Hologramm von Denis Gabor. Im Jahr 1971 hat er dafür den Nobelpreis für Physik erhalten. Hologramme werden derzeit mit Lasertechnologien erstellt, Gabor musste es damals mit einer Kohlenbogenlampe und einigen Filtern bewerkstelligen. Also sehr sehr sehr umständlich aber er hat es geschafft. Es sah nur so schlecht aus, dass er die Holografie zunächst aufgab. Erst mit der Einführung der Lasertechnologie wurde es möglich hochwertige Hologramme zu machen. Und es ist inzwischen so einfach, dass es jeder zuhause machen kann. Das Prinzip ist gar nicht so kompliziert. Hologramme entstehen durch Interferenzstrukturen. Eine Interferenzstruktur bezeichnet in der Physik beispielsweise eine Lichtüberlagerungen. D.h. um ein Hologramm zu produzieren müssen zwei Lichtstrahlen die holografische Photoplatte treffen. Aus dieser Referenz und dem vom Objekt zurückgeworfenen Strahl mit den Abstandsinformationen entsteht dann Hologramm. 1976 feierte dann das weltweit erste Museum, das sich ausschließlich mit holografischer Kunst befasst, seine Eröffnung. Hologramme, wie wir sie heute kennen, sind also noch gar nicht so alt.

Die Nummer 3 steck in jedem von uns tief im Inneren. Die DNA. Erst seit rund 63 Jahren wissen wir Menschen, dass diese DNA aus einer Doppelhelix besteht. Im Fachmagazin „Nature“ schrieben am 25. April 1953 die Wissenschaftler James Watson und Francis Crick vom Cavendish-Labor in Cambridge über ihre bahnbrechende Entdeckung. Die DNA hat nicht drei Stränge sondern nur Zwei! Dass ihre Entdeckung auf einer fremden Arbeit basiert, wissen die wenigsten. Denn Watson hatte sich die Röntgenaufnahme, die seine Kollegein Rosalind Franklin mit der Kennzeichnung „51b“ gemacht hatte, zeigen lassen. Auf ihr war die das Phosphatrückgrat der Doppelhelix zu erkennen. Watson zog daraus die entscheidenden Schlüsse. Allerdings hatte Rosalind Franklin den neuen Aufbau der DNA, die Doppelhelix, bereits notiert. Für den Nobelpreis starb sie allerdings zu früh und konnte ihn nicht mehr erhalten. Stattdessen erhielten ihn Crick, Watson und Maurice Wilkens, der Kollege der den beiden verbotenerweise die Röntgenaufnahme 51b gezeigt hatte. Erst ihr frühere Assistent Aaron Klug, der 1982 den Nobelpreis für Chemie erhielt, erwähnte sie in seiner Dankesrede. Wissenschaft ist manchmal schon ein Krimi und verdammt nah am Verbrechen.

Nummer 4 hat wohl schon einige zahlreiche Nerven gekostet. Vo rallem denjenigen unter Euch die Angst vor Spritzen oder Blut haben, sich aber dennoch diesen Ängsten stellen. Es ist ja für einen guten Zweck: Die Blutspende. Vor 523 Jahren wurde das erste Mal Blut „gespendet“. Als Papst Innozenz der Achte erkrankte versuchte man ihm auf, bis dato unerforschte Weise, zu helfen. Drei Kindern wurde Blut entnommen, um dem Papst das Leben zu retten. Genauer gesagt erhoffte man sich ihn ein paar Jahre jünger zu machen. Das ganze ging mächtig schief: Die Kinder starben und dem Papst ging es genauso schlecht wie davor. Ungerecht. 1921 jedenfalls wurde, von Percy Oliver, der erste Bluttransfusionsdienst eröffnet. Wo? In London. Vor 94 Jahren wurde gleichzeitig auch die wohl mit wichtigste Regel festgelegt: Freiwillige und entgeldlose Spende!

Der 5ten Meilenstein hat unsere Welt verändert und inzwischen die Pocken ausgerottet. Es geht um die Impfung. Edward Jenner impfte im Jahr 1796 mit Hilfe der ersten „aktiven Immunisierung“ einen Patienten. Unter „aktiver Immunisierung“ versteht man folgendes: Der Körper wird Erregern ausgesetzt, damit er lernt damit umzugehen. Erkannt hatte Jenner diese Immunisierung anhand von Bauern. Wer sich sich bereits mit Kuhpocken infiziert hatte, starb deutlich seltener an Menschenpocken als die anderen. Er schnitt also einer Kuhpocken erkrankten Bäuerin eine Kuhpocke auf und entnahm etwas Gewebe. Einem Jungen ritzte er ebenso die Haut auf und schmierte das infizierte Gewebe der Bäuerin in diese Wunde. Später infizierte Jenner den Jungen mit den gefährlichen Menschenpocken. Allerdings erkrankte der Junge nicht daran. Er hatte durch die Kuhpocken auch gegen die Menschenpocken wirksame Antikörper entwickelt. Er war Immun. Auch heute werden genauso Menschen geimpft. Ihnen werden abgeschwächte Erreger oder direkt Antikörper verabreicht, so dass sie nicht die gefährlichen Krankheiten durchmachen müssen und trotzdem immun werden. So einfach, so zukunftsweisend.

Quellen:
http://www.roteskreuz.at/blutspende/blut-im-detail/wissenswertes-ueber-blut/geschichte-des-blutspendens/
http://www.onmeda.de/impfungen/schutzimpfung_geschichte.html
http://www.is.co.at/hologramme_geschichte.html
http://de.ccm.net/contents/465-geschichte-der-festplatte
http://www.sueddeutsche.de/wissen/entschluesselung-der-dna-struktur-die-vergessene-entdeckerin-1.1658287

No comments

Add yours