Image

Aliens sind vermutlich tausende Lichtjahre entfernt

Aliens werden vermutlich tausende Lichtjahre von uns entfernt leben. Das errechnete ein Astrobiologe mit einer Abänderung der Drake-Gleichung mit neuen Daten aus der Kepler Mission. Demzufolge könnte es einfaches Leben in zehn bis hunderten Lichtjahren Entfernung zu uns befinden, intelligente Aliens, sofern es sie tatsächlich gibt, werden allerdings erst in großer Distanz zu uns existieren.

Sollte es Leben außerhalb der Erde geben, ist es weiter von uns entfernt, als bisher angenommen. Zumindest ist das die Erkenntnis eines Astrologen, der die Formel, mit der nach außerirdischem Leben gesucht wird, überarbeitet hat. Gemeint ist die sogenannte Drake-Gleichung, die vor etwa fünfzig Jahren entwickelt wurde, um das Weltall nach potenziellem Leben zu erkunden. Bis heute hat die Formel, die festlegen soll, wie viele intelligente Zivilisationen es im Kosmos gibt, eine große Hürde zu überwinden: Denn es gibt kaum Daten, welche die einzelnen Parameter genau einschränken.

Nur Einzeller-Aliens in nächster Umgebung

Das änderte sich mit neuen Daten der Kepler Mission aus den vergangenen Jahren. Wir wissen, dass viele erdähnliche Planeten über die Galaxie verstreut sind und auch in der bewohnbaren Zone eines Sterns liegen. Mit den Daten der Kepler Mission hat der Astrobiologe Amri Wandel einige Berechnungen angestellt, um die Dichte der bewohnten Planeten in unserem Teil des Universums abzuschätzen. Die gute Nachricht dabei ist: Es gibt sehr wahrscheinlich Millionen bis Milliarden von biologisch aktiven Planeten. Allerdings sind die nächsten bewohnten Planeten zehn bis hunderte Lichtjahre von uns entfernt, so die Berechnungen von Wandel. Allerdings wird uns auf diesen Planeten nur einzelliges Leben erwarten. Um auf intelligente Aliens zu treffen, müssten wir demnach tausende Lichtjahre weiter reisen.

Seine Ergebnisse schränkte Wandel auf Planeten in erdähnlicher Größe und in der bewohnbaren Zone ein. Die bewohnbare oder auch habitable Zone ist der Bereich um einen Stern, in dem es weder zu warm noch zu kalt ist, um Leben zu ermöglichen. Wissenschaftler nehmen an, dass Aliens ähnliche physikalische Voraussetzungen benötigen wie wir. Sollte das aber nicht der Fall sein und Leben auch auf Planeten, die größer oder kleiner sind als die Erde sind und sich nicht in der habitablen Zone befinden, existieren können, wäre die Anzahl der bewohnten Planeten wesentlich höher.

Exoplaneten werden untersucht

Wichtig ist vor allem, dass Wandel nur einen der Parameter verändert hat: Die Anzahl der potenziell bewohnbaren Planeten. Seine neue Kalkulation sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit aus, einen solchen Planeten zu finden. Das bleibt der fehlende Faktor, um die Entfernung zu Aliens näher zu bestimmen. Aber in naher Zukunft werden wir die Exoplaneten genauer untersuchen. Und wenn auf einigen Planeten vielversprechende Biosignaturen gefunden werden, lässt sich auch die Wahrscheinlichkeit von Aliens und ihre Entfernung zu uns genauer berechnen. Sollte Amri Wandel kein Fehler unterlaufen sein, könnte es eine lange und dunkle Reise werden.

Mehr Informationen im vorläufigen Artikel des Fachmagazins International Journal of Astrobiology.

Eine genauere Erklärung der Drake-Gleichung gibt es in diesem Artikel.


No comments

Add yours