Alles über Ostern! – Starb Jesus wirklich am Kreuz?

Ostern in der Schnellzusammenfassung

Karfreitag stirbt Jesus, wenn man nach dem christlichen Glauben geht, am Kreuz und steht drei Tage später von den Toten auf. Das Feiern Christen und es haben sich ein paar Riten gebildet, Ostereier, Osterhasen zum Beispiel. Schauen wir uns doch mal an, wie man Ostern wissenschaftlich betrachten kann.
Beginnen wir mit der Auferstehung, ohne die gäb’s das Fest ja gar nicht. Da wird es schwierig. Zwar ist Jesus als historische Figur bekannt, der jüdische Historiker Flavius Josephus und der Römer Tacitus erwähnen ihn zum Beispiel, allerdings gibt es für den Auferstehungsmythos eigentlich gar keine Beweise. Die Bibel als Quelle stellt bei der historischen Betrachtung ein Problem dar: Die Autoren haben ihre Texte über Christus nicht chronologisch aufgeschrieben, wie ein Geschichtsschreiber das tun würde. Die Geschichten sollen eher auf die zukünftige Entwicklung beziehen. Alle Autoren der Jesusgeschichten, also die Evangelisten, waren außerdem keine direkten Zeugen der Kreuzigung und der Auferstehung, erst Jahre, sogar Jahrzehnte später werden die Evangelien formuliert. Als sie die Geschichten schreiben, ist der Osterglaube bereits etabliert, also wirklich distanziert haben sie also nicht geschrieben. Die Texte sind ein Weitergeben des Glaubens und keine wissenschaftliche Quelle. Die Auferstehung selbst wird in der Bibel auch nicht beschrieben.

Ist Jesus wirklich am Kreuz gestorben?

Oft wurde in der Geschichte, vor allem während der Zeit der Aufklärung, das Grab, in das er gelegt wurde und das nach drei Tagen leer war, als Indiz für eine Auferstehung genommen. Allerdings wäre auch ein Grabraub möglich. Es gibt auch die Überlegung, ob nicht Joseph von Arimathia, der Jesus auch bestattet haben soll, ihn nicht einfach in ein anderes Grab verlegt haben könnte. Es könnte auch sein, dass Jesus nur scheintot war. Laut des Markus-Evangeliums war Pontius Pilatus erstaunt, dass Jesus so schnell am Kreuz gestorben war. Weiter heißt es, dass mehrere Personen Jesus in der Folgezeit gesehen haben, Zitat: “und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln” Zitat Ende, so steht es bei Paulus. Allerdings wird die Erscheinung des vermeintlich Toten auch so interpretiert, dass es sich eher um eine innere Vision der Anhänger gehandelt habe und dass das leere Grab als Mythos geschaffen wurde, um der vermeintlichen Auferstehung eine Basis zu geben.
Mit der historischen und theologischen Betrachtung des Osterfestes setzen sich sich Wissenschaftler und Theologen schon lange auseinander. Die Geschehnisse lassen sich von mehren Seiten aus betrachten, wobei die historische Seite nur sehr schwer zu beweisen ist.

Wie sieht es mit den Traditionen aus, die heute an Ostern praktiziert werden?

Es gibt wohl keine Zeit, in der mehr Eier konsumiert werden. Es gilt im Christentum, ungefähr seit dem Mittelalter, als Symbol der Auferstehung. Und tatsächlich gibt es Wissenschaftler, die sich mit dem idealen Frühstücksei beschäftigen. Viele Faktoren spielen beim Eierkochen eine Rolle. Zum Beispiel der Luftdruck, er ist mitentscheidend über den Siedepunkt von Wasser. Je höher man sich befindet, desto geringer ist der Luftdruck und damit sinkt auch der Siedepunkt. Allerdings ist eine gewisse Temperatur beim Eierkochen nötig, damit das Eiklar hart wird. Da drin ist Ovalbumin, kurz OVA, ein Protein, es macht 55 bis 65 Prozent des Eiklars aus. Um es zum Stocken zu bringen, braucht es eine Temperatur von 84,5 Grad Celcius. Das Eigelb hingegen braucht nur 65 Grad Celcius. Das besteht übrigens zu 48 Prozent aus Wasser und zu 33 Prozent aus Fett. Außerdem noch aus Eisen, Calcium und und Phosphor.

Warum piekst man ein Ei eigentlich vor dem Kochen an?

Bisher nahm man an, dass durch das Loch Luft entweichen könne. Allerdings dient das Loch her dem Spannungsabbau. Die Schale platzt durch die Spannungen dann nicht mehr. Und wie lange sollte man ein Ei kochen? Dafür wurde tatsächlich eine Formel entwickelt. Zunächst braucht das Ei eine Umgebungstemperatur von 20 Grad Celcius. Bei einem mittleren Durchmesser von 45 Millimetern benötigt dieses Ei jetzt exakt 5,08 Minuten um “kernweich” zu werden. Ja, man kann aus allem eine Wissenschaft machen, auch aus dem Kochen eines Eis.

Was wäre Ostern den Fleiß eines Hasens?

Der bringt die, im Idealfall “kernweichen” Eier und versteckt sie. Beschrieben wurde der Osterhase erstmals 1682 von Georg Franck von Franckenau, danach verbreit sich die Tradition von Deutschland aus über Europa und auch in die USA. Warum ein Hase? So ganz geklärt ist das nicht. Der Hase spielt auch im Christentum eine Rolle, so gibt es Bilder von drei Hasen, sogenannte Dreihasenbilder. Hier teilen sich drei Hasen die Ohren, wie ihr auf dem Bild erkennen könnt. Das ist ein Symbol für die Trinität, also Gott, Jesus und der heilige Geist. Eine andere These besagt, dass bei der Übersetzung der Bibel, wo man aus dem hebräischem Wort “schafan”, das übersetzt eigentlich Klippschliefer bedeutet, mit „lepusculus“ übersetzt wurde. Und das heißt “Häschen”, beide Tiere haben ungefähr die gleiche Größe. Es soll ein Symbol für Menschen sein, die schwach sind und beim Christentum Schutz suchen.

Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ostern-die-wissenschaft-vom-fruehstuecksei-1101017.html
http://www.zeit.de/2009/16/Leicht-Ostern/komplettansicht

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