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Antibiotika-Resistenz: Medizin muss eine Lösung finden!

Jährlich sterben ca. 700.000 Menschen auf Grund einer Antibiotika-Resistenz. Verbreiten sich diese „unbesiegbaren“ Erreger wird die Zahl der Toten wohl DEUTLICH steigen. Die Medizin muss also schnellstmöglich eine Lösung finden aber die Natur scheint uns da jetzt einen strich durch die Rechnung zu machen.

Es wird langsam richtig eng.

In jedem zweiten Horror-Survival Film oder Spiel gibt es an einem Punkt DAS lebensrettende und alles wieder ins Lot rückende Heilmittel, das es gilt zu bekommen um auf ein Happy End zusteuern zu können. Im echten Leben war bisher oft das letzte Mittel, wenn nichts anderes mehr geholfen hat, das Antibiotikum. Im Laufe der Zeit wurde die Wirkung dieses Medikaments aber oftmals einfach nur ausgenutzt um in möglichst kurzer Zeit wieder voll belastbar zu sein. Ärzte werden zunehmend von Eltern zum Verschreiben des Antibiotikums für deren, an einer leichten Grippe erkrankten, Kinder gedrängt. Der Einsatzbereich des Antibiotikum reicht mittlerweile weit über den vorerst zugedachten Bereich hinaus. Patienten mit Lungenentzündungen müssen immer häufiger feststellen, dass der gute Wille ihrer Eltern in Kindertagen, ihnen heute bei ihrer Genesung erheblich im Weg steht. Die Antibiotika-Resistenzen sind soweit gestreut wie noch nie zuvor.

Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben jetzt, als sie eine 4 Kilometer lange Küstenseite untersuchten, ein bisher unbedachtes Ausmaß der Resistenzen feststellen müssen. Die Natur scheint uns nachzuziehen. In den Schlamm-Sedimenten stießen die Wissenschaftler auf Unmengen an Antibiotika-Resistenten Genen! Den Forschern zufolge reiche die Menge von knapp 900.000 bis zu 180 Millionen Genkopien pro Gramm Sediment!

„Die gefundenen Resistenzgene machen gegen nahezu alle Antibiotikaklassen immun, die bei Menschen und Tieren eingesetzt werden“ – „Ihre Vielfalt ist sogar höher als in Proben von chinesischen Schweinefarmen.“ – „Auch Gene, die gleich gegen mehrere Antibiotikaklassen resistent machen waren häufig und in vielen Varianten vorhanden“, so die Experten der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Quellen:
http://english.cas.cn/newsroom/research_news/201702/t20170203_173776.shtml
http://www.nature.com/articles/nmicrobiol2016270
http://clixoom.de/todbringende-erreger-im-gepaeck/6231
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21160-2017-02-15.html

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