Beginnt ein neuer Kampf gegen Ebola?

Ebola ist zurück?!

Es ist schon eine Weile her, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO Liberia als „Ebola-frei“ eingestuft hat. 42 Tage später, gab es wieder einen dramatischen Fall. Ein 17 jähriger starb an den Folgen der Infektion. Der leblose Körper des jungen Mannes sei positiv auf den Erreger getestet worden. Am 24. Juni, nicht weit entfernt vom internationalen und liberischen Flughafen in Nedowein, verstarb der Jugendliche. Seit dem traurigen Vorfall ist keine Besserung in Sicht. Der Ebola-Virus scheint kein bisschen unter „Kontrolle“ zu sein und das trotz der niedrigen Ebola-Basisreproduktionsrate von 1,2 bis 1,8. Zur Erklärung: Wenn sich die Ratenzahl der Null nähert bedeutet das, dass die Erkrankung sozusagen fast besiegt ist. 1,2 ist nicht all zu weit von der Null entfernt und dennoch ist es so schwer Ebola in den Griff zu bekommen. Über 27600 Menschen sind bereits mit Ebola infiziert worden. Fast 50 Prozent davon sind an dem Virus und oder an den Folgen gestorben. In den letzten 21 Tagen wurden in Liberia sechs neue Infizierte gemeldet. Zwei der sechs sind verstorben. Im Mai gab der stellvertretende Gesundheitsministers Liberias Tolbert Nyenswah an , dass keine weiteren Fälle bekannt seien und es demnach auch keinen Anlass gäbe Panik zu verbreiten. Verbreitet hat sich zwar noch keine Panik aber eben der Virus. Dem Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zur Folge sei der Virus nicht von den Nachbarländern, wie Sierra Leone oder Guinea, nach Liberia gekommen. Es sei eine leicht abgeänderte Form der Erkrankung aus dem letzten Jahr. Das heißt: In Liberia war Ebola vermutlich nie weg. Doch wie verbreitet es sich?
Eine eher unbekannte Übertragungsweise ist der Geschlechtsverkehr. Ebola war in Liberia schon so gut wie „unter Kontrolle“. Jetzt scheint der Kampf gegen den Virus und alles was damit zu tun hat, von vorne loszugeheneschlechtsverkehr während der akuten Erkrankung, sondern auch der nach der Erkrankung. Die Erreger könnten noch über 80 Tage nach der bekämpften Infektion im Sperma des Mannes aktiv werden. Folge: Unausweichliche und extrem hohe Infektionsgefahr! Ein großes Problem bei der Bekämpfung von Ebola ist unter anderem auch die Beerdigung der daran verstorbenen Menschen. In vielen der betroffenen Ländern herrschen Traditionen, die es vorsehen den toten Leichnam bei der Beerdingung anzufassen. Anfassen müssen auch die Helfer die Infizierten. In Liberia, Sierra Leone und Guinea sind bis heute schon über 850 Helfer erkrankt. Die WHO und „Ärzte ohne Grenzen“ möchten auch dieser Zahl entgegenwirken.
Spezielle Trainingsprogramme sollen bis Ende 2015 von insgesamt 10000 Ärzten, Krankenschwestern, Krankenpflegern usw. absolviert werden. „Ich bin sicher, dass so viele Infektionen unter medizinischen Helfern verhindert werden konnten.“, so Carissa Guild von Ärzte ohne Grenzen in Monrovia. So „harmlos“ Ebola anfängt so gefährlich entwickelt sich die Erkrankung. Besonders tückisch ist dabei die Inkubationszeit. Die Zeit von der Infektion bis hin zu den ersten Symptomen. Der Zeitraum erstreckt sich teilweise über mehr als 20 Tage! „Es macht uns aber immer noch Sorgen, dass wir nicht nachvollziehen können, woher die Infektionen kamen.“, erklärte Guild. Die lange Inkubationszeit könnte vlt. eine Erklärung dafür sein. Wer weis denn schon was er vor 20 Tagen gemacht hat?
Wenn man sich infiziert hat, ist es leider immer noch schwierig die Erreger konkret zu behandeln. Es gibt noch kein wirksames Medikament. In Monrovia hat sich die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ der medikamentösen Behandlung gewidmet. Aktuell betreibt „Ärzte ohne Grenzen“ unter anderem eine Studie zum Medikament „ZMapp“. Carissa Guild: “Wir bekämpfen aber weiterhin hauptsächlich die Symptome der Ebola-Infektion und wir versuchen zu verhindern, dass sich die Patienten mit anderen Krankheiten infizieren.“. Die Helfer leisten eine wirklich beachtliche Leistung in den betroffenen Ländern, das sollte viel öfter erwähnt werden. In den vergangenen Monaten scheint uns das Thema Ebola etwas von der Bildfläche verschwunden zu sein

Mehr dazu: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-07/ebola-liberia-who-westafrika/komplettansicht

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