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Blazar verblüfft Forscher!

Beitragsbild: M. Weiss/CfA

Rätsel um massereiches Schwarzes Loch!

Ein Blazar, was so viel bedeutet wie “blazing quasi stellar objects”, zeichnet sich dadurch aus, dass aus ihm eine hohe Emission an Strahlung hervorgeht. Die NASA nennt sie auch „Black-hole-powered galaxies“. Ihre Beobachtungsrichtung fällt immer mit denen der daraus entstehenden Gasströhme, sogenannte Jets, zusammen. Jets entstehen, wenn Materie in das Zentrum einer Galaxie – ein schwarzes Loch – stürzt. Die Strahlung der Jets können wir hier auf der Erde dann registrieren und analysieren. Durch Blazare konnten wir schon vieles lernen und unsere Erkenntnis-Grenzen erneut ausloten. Zum Beispiel konnte die Herkunft der „Gesterteilchen“ Neutrinos geklärt werden. Das 2012 entdeckte Neutrino „Big Bird“ stamme demnach von einem Blazar, der bei dem Strahlungsausbruch der Galaxie PKS B1424-418 entstand ist. Der Strahlungsausbruch habe sich nämlich zur selben Zeit und am selben Ort wie die Entstehung der Neutrinos ereignet und würde damit die Neutrino-Quelle darstellen! Die Forscher berechneten eine gerade mal 5 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass diese beiden Ereignisse zufällig vonstatten gingen.

Jetzt verblüfft erneut ein Blazar, genauer gesagt sein Motor, die Forscher der NASA. Der mit dem Fermi’s Large Area Telescope (kurz LAT) aufgespürter Blazar würde aus den Kindertagen unseres Universums stammen. Sein zwischen 1,9 und 1,4 Milliarden Jahren angesiedeltes Alter ist dabei aber nicht das einzige Herausstellungsmerkmal. Der Blazar sendet eine für sein Alter extrem starke Strahlung aus. Angetrieben würde diese durch ein massereiches Schwarzes Loch. Es besäßen sogar eine Masse von mehr als einer milliarden Sonnen. Dario Gasparrini von dem Italian Space Agency’s Science Data Centers in Rom, zufolge ist einer der wichtigsten Frage die, wie ein solch gigantisches Schwarzes Loch in einer so jungen Galaxie entstehen konnte. Man habe nämlich aktuell noch keinerlei Erkenntnisse über die Mechanismen des rapiden Wachstums. Übrigens: Wenn wir hier von einer extrem starken Strahlung sprechen, dann bewegen wir uns in der Strahlen-Größenordnung von mehreren Trilliarden Sonnen. Sensationell! Wieder einmal ist die Wissenschaft an ihre Grenzen gestoßen und nun soweit mit neuen Forschungsarbeiten die Grenzen auszuweiten. Marco Ajello bezeichnete den Fund sogar nur als „Spitze eines Eisbergs“. Was kommt denn darunter noch alles auf uns zu?

Quellen:
https://www.nasa.gov/feature/goddard/2017/nasas-fermi-discovers-the-most-extreme-blazars-yet
https://www.nasa.gov/feature/goddard/2016/nasas-wise-fermi-missions-reveal-a-surprising-blazar-connection
https://www.nasa.gov/feature/goddard/2016/nasas-fermi-telescope-helps-link-cosmic-neutrino-to-blazar-blast
https://www.nasa.gov/feature/goddard/nasas-fermi-satellite-kicks-off-a-blazar-detecting-bonanza
https://www.nasa.gov/content/fermi-gamma-ray-space-telescope
http://www.spektrum.de/news/signale-riesiger-und-uralter-schwarzer-loecher-eingefangen/1437342

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