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Das Tal der UFOs

Es ist ein seltsamer Ort: Das Tal Hessdalen In Norwegen. Lichter fliegen dort zum Teil sogar in Formation durch die Luft. Was hat es mit den mysteriösen Leuchterscheinungen auf sich?

Keine Frage: Das hier sieht aus, wie ein UFO. Diese Lichtformation sorgte 2007 für große Aufregung. Könnte es sich um ein UFO handeln? Ist Hessdalen ein Landeplatz für Ausserirdische? Es macht auf jeden Fall den Anschein. Und es gibt keinerlei logische Erklärung für das Phänomen. Nur eins ist sicher: Es gibt diese Leuchterscheinungen und sie tauchen nur hier in diesem Tal auf. Und das ist schon ein riesen Schritt im Vergleich zu anderen unerklärlichen Phänomenen, bei denen Wissenschaftler lieber die Existenz der Phänomens erstmal grundsätzlich in Frage stellen. Diese Lichtkugeln existieren wirklich und sie verhalten sich höchst seltsam: Manchmal sind es nur kleine flackernde Lichter, sie pulsieren oder stehen stundenlang am Himmel, sie können groß wie ein Auto sein oder eben in Formation fliegen. Sie sind weiß, bläulich oder rötlich und in ihnen ist manchmal eine Struktur zu erkennen. Sie bewegen sich langsam oder mit bis zu 30.000 Kilometern pro Stunde. Alles höchst seltsam. Seit 200 Jahren wird dieses Phänomen schon beobachtet und hunderte haben die Leuchtbälle gesehen.

Inzwischen gibt es eine Beobachtungsstation und jeder, der ins Internet kommt, kann live ins Tal sehen und mit ein wenig Glück selbst in Echtzeit die Lichtphänomene beobachten. Nur eins ist unbefriedigend: Niemand weiß, was da zu sehen ist. Allerdings weiß man schon einiges über die Leuchtbälle. Sie scheinen nicht heiß zu sein. Da wo sie zum Beispiel Bäume berühren verkohlen sie nichts. Kein Blatt, kein Ast ist verbrannt. Allerdings gibt es an diesen Stellen wohl keine Mikroben mehr, wie beobachtet wurde. Es spricht vieles dafür, dass es sich um Plasma handelt, also einen Aggregatzustand der dem gasförmigen Zustand ähnlich ist. Beim Plasma handelt es sich ein Teilchengemisch aus Ionen und Elektronen. Das würde auch erklären, warum die Hessdalen-Lichter oft während oder nach dem Auftreten von Polarlichtern auftreten. Auch hierbei handelt es sich um Plasma.

Das Tal scheint wie eine Batterie gebaut zu sein. Auf der einen Talseite ist das Gestein kupferhaltig und auf der anderen Seite enthält es überdurchschnittlich viel Zink und Eisen. Dazwischen fliesst der Fluss Hesja. Aus inzwischen geschlossenen Bergwerken wird Schwefel in den Fluss gespült. Fertig ist eine Batterie. Allerdings gibt es noch keinerlei Beweise, dass das wirklich die Erklärung für das Phänomen ist. Noch gibt es nicht die geringste Erklärung, wie Plasma-Leuchtkugeln unter diesen Bedingungen entstehen könnten. Es wird wohl noch eine Weile ein großes Rätsel bleiben.

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