Das Weltall expandiert rapide!

Beitragsbild: NASA/WMAP Science Team

Breitet sich das Weltall schneller aus als gedacht?

Das wollen Forscher jetzt mit Hilfe des Hubble Teleskops festgestellt haben.
Aber erst mal zur Ausbreitung an sich. Der belgische Astrophysiker Alexander Friedmann beschrieb ein sich ausdehnendes Weltall erstmals im Jahr 1922. Der russische Astrophysiker Georges Lemaître machte die Entdeckung der Expansion dann bekannter, indem er auch einige Entdeckungen anderer Forscher zur Untermauerung einband. Lemaître ist übrigens auch an der Entstehung der Urknalltheorie beteiligt gewesen.
Laut dieser hat sich die Ausdehnung des Universums ein paar Milliarden Jahre nach dem Urknall verlangsamt. Allerdings hat die Geschwindigkeit seit dem wieder ordentlich zugelegt.
Das kann eigentlich nicht sein, denn die Gravitationsanziehung sollte die Ausbreitung weiter verlangsamen. Grund für diese Zunahme soll Dunkle Energie sein, die jetzt erst mal eine Hypothese ist und für die es noch keine hinreichende Definition gibt. Diese Dunkle Energie soll der Gravitation entgegen wirken und sie soll rund 68 Prozent der Gesamtenergie im Weltall ausmachen.
Der Weltraum dehnt sich also aus. Bisher waren Forscher, dass mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 74,3 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec ausdehnt, das ist die Hubble-Konstante, wobei Konstante falsch ist, der Wert ändert sich.
Mit Parsec kann man Entfernungen im Weltraum beschreiben, ist also eine Längeneinheit. Ein Parsec entspricht dabei 3,26 Lichtjahren!
Zwei Galaxien zum Beispiel entfernen sich also dank der Ausdehnung pro Sekunde 74,3 Kilometer voneinander. In zehn Milliarden Jahren sind demnach alle Objekte im All doppelt soweit voneinander entfern wie heute.
Jetzt haben Forscher der ESA also mit Hilfe der Satelliten “WMAP” und “Planck” und des Weltraumteleskops Hubble herausgefunden, dass sich das All anscheinend schneller ausdehnt, fünf bis neun Prozent schneller als bisher angenommen. Dazu haben die Wissenschaftler mit Hubble die Entfernungen von Galaxien gemessen. Die Satelliten hingegen wurden eingesetzt, um die kosmische Hintergrundstrahlung zu messen, Photonen im Mikrowellenbereich. Eigentlich hätten sich die Werte decken müssen.

„Man beginnt mit der Messung gleichzeitig an zwei gegenüberliegenden Messpunkten. Die so entstehenden Linien müssen sich erwartungsgemäß in der Mitte treffen, wenn die Daten stimmen. Doch sie trafen sich nicht ganz in der Mitte. Und wir wollten herausfinden, warum das so ist.”, so der Forscher Adam Riess.

Diese Daten lassen sich nicht mit den älteren Theorien über die Expansion des Weltalls vereinbaren und könnten einen weiteren Hinweis auf die tatsächliche Existenz von Dunkler Energie sein.

Quellen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/weltall-expandiert-schneller-als-erwartet-hubble-konstante-a-1095817.html?utm_medium=email&utm_source=flipboard
http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/dunkle-energie/
http://www.spacetelescope.org/static/archives/releases/science_papers/heic1611a.pdf
http://de.sputniknews.com/wissen/20160603/310345552/weltall-expansionskurs.html
http://www.sueddeutsche.de/wissen/hubble-konstante-universum-soll-sich-schneller-ausdehnen-als-gedacht-1.3019560

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