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Dem Urknall so nah wie noch nie!

Beitragsbild: STScI/NASA/CATS Team/R. Livermore (UT Austin)

Mit dem sogenannten Gravitationslinsen-Effekt konnte erneut eine große Anzahl an Galaxien entdeckt werden!

Um Sternenansammlungen wie die, die jetzt von Forschern der University of Texas in Austin entdeckt wurden, überhaupt registrieren zu können gehört etwas „Glück“ dazu. Die Strahlung der Galaxien ist nämlich eigentlich so schwach, dass man sie kaum bzw. nur ganz schlecht aufzeichnen kann. Dabei hat aber wiedermal der physikalischen Effekt namens „Gravitationslinseneffekt“ geholfen. Große Galaxienhaufen können manchmal eine so starke Gravitation erzeugen, dass sie Zeit und Raum um sich herum krümmen. Für uns Menschen auf der Erde ist dieser Effekt manchmal super hilfreich, denn die Linse die durch die Gravitation entsteht wirkt als Lupe. Objekte, die sich hinter dieser Lupe befinden werden extrem stark vergrößert. Hinter der Lupe des Galaxienclusters Abell 2744 befanden sich 94 UND hinter der Linse des Clusters MACS 0416 befanden sich 73 der sogenannten „ersten Galaxien“. Warum aber strahlen diese so schwach und was macht sie deswegen überhaupt besonders?

Wie der Name „erste Galaxien“ schon verrät handelt es sich hierbei um Galaxien aus der Frühzeit unseres Universums! Die insgesamt 167 Galaxien müssten „KURZ NACH“ dem Urknall entstanden sein. Nichtmal 700 Millionen Jahre nach dem großen Knall hätten sich einige dieser Ur-Galaxien gebildet. Diese frühe Entstehungszeit stellt einen ganz neuen Rekord auf. Die letzten gefundenen Ur-Galaxien wurden auf ein Alter von rund 13 Milliarden Jahren geschätzt. Den Wissenschaftlern ist es also wortwörtlich gelungen noch ein ganzes Stück weiter in die Vergangenheit zu schauen, also so WEIT in die Vergangenheit wie bisher noch niemand! Bislang zerbrachen sich die Forscher ihren Kopf am Thema Urknall. Warum, weshalb, wie, wann, wo und was eigentlich überhaupt? Die wenigsten Fragen rund um den Urknall konnten bisher geklärt werden. Mit einem Blick, wie dem der jetzt erneut gelungen ist, könnte man den Antworten auf die vielen Fragen näher kommen. Das „Frontier Fields Programm“, im Zuge dessen diese Entdeckung gelungen ist, läuft allerdings nur noch bis 2018.

Quellen:
https://cns.utexas.edu/news/astronomers-find-faintest-early-galaxies-yet-probe-how-the-early-universe-lit-up
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21150-2017-02-13.html
http://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-4357/835/2/113

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