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Atemluft in Flugzeugen ist giftig!

Bild: Arcturus. CC BY-SA 3.0.

Die Luft im Flugzeug ist gesundheitsschädlich. Das fanden Wissenschaftler um den niederländischen Pathologen Dr. Frank van de Goot durch die Obduktion von Richard Westgate heraus. Ihm war das aerotoxische Syndrom diagnostiziert worden. In seinem Körper wurden Schäden an den Nervenzellen festgestellt, die bisher keiner Krankheit zugeordnet werden konnten. So kam man auf die Atemluft im Flugzeug als Verursacher – denn Richard Westgate war Pilot. Die Atemluft in der Kabine und dem Cockpit wird über die Triebwerke in den Innenraum geleitet – dadurch können schädliche Abgase und Bestandteile des Treibstoffes mit getragen werden. Diese gefährliche Mischung aus Gasen hat jetzt auf sich aufmerksam gemacht.

Seit 1999 ist das Syndrom bekannt

Richard Westgate begann 2011, die Auswirkungen einer Krankheit zu spüren, die es eigentlich gar nicht gibt. Er beklagte sich über Schwindelanfälle, Taubheitsgefühle und andere Symptome. Diese Anzeichen stehen für das sogenannte „aerotoxische Syndrom“, was auftritt, wenn über einen längeren Zeitraum die kontaminierte Atemluft in Flugzeugen eingeatmet wird. Vor kurzem ist er verstorben. Bereits 1999 haben Wissenschaftler aus Frankreich, Australien und den USA einen Namen für die Krankheit gefunden, die alle Symptome zusammenfasst, die durch die Schadstoffe in der sogenannten Zapfluft bei Flugzeugen auftreten.

Professor Mohamed B. Abou-Donia von der Duke-Universität in den USA ist seit langem ein Experte auf diesem Gebiet. Auch er beteiligt sich an der Aufklärung des Falles um Richard Westgate. Zudem warnt er, die Gefahr durch die verschmutzte Atemluft nicht zu unterschätzen. Er hat einen Bluttest entwickelt, mit dem sich Zellschäden nachweisen lassen. Mit diesem Test hat er bereits hunderte Personen untersucht, vor allem Flugzeug-Crews.

Die Airlines wollen nichts wissen

Bislang weisen die Airlines das Problem von sich. Sie begründen es damit, dass es keinen wissenschaftlich erwiesenen Zusammenhang zwischen den zunehmenden Krankheitsfällen von Flugpersonal und kontaminierter Kabinenluft gebe. Bei Messungen der Schadstoffkonzentration sei keine Überschreitung eines zugelassenen Höchstwertes aufgetreten.

Mehr in einer Veröffentlichung über das AEROTOXIC SYNDROME.

Lest euch hier die Fallstudie zu Richard Westgate durch.

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