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Ebola-Erreger noch nicht gestoppt

Trotz erster Erfolge gegen den aggressiven Ebola-Erreger breitet sich das Virus weiter in Westafrika aus. Der UNO zufolge werden vor allem in Guinea und Sierra Leone weitere ausländische Hilfe benötigt. Bisher hat die Ebola-Epidemie rund 17200 Menschen infiziert und etwa 6300 Menschen getötet. Aktuell hat Sierra Leone das Land mit den meisten Infizierten, Guinea, überholt.

Durch die Ebola-Epidemie: Malaria wieder auf dem Vomarsch

In den kommenden Wochen soll die Hilfe weiter verstärkt werden. Geplant sind weitere Behandlungszentren sowie hunderte weitere Krankenbetten. David Nabarro, UN-Koordinator des Einsatzes gegen Ebola, lobte allerdings das fast erreichte Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO, 70 Prozent der Ebola-Patienten zu isolieren und 70 Prozent der hochansteckenden Leichen sicher zu begraben. Dennoch dürfe man „nicht ruhen“, so Nabarro. Neben der Ebola-Epidemie gibt es allerdings ein weiteres Problem: Durch die Überlastung der Krankenhäuser und dem Bedarf an Hilfskräften, die sich an der Ebola-Bekämpfung beteiligen, treten zunehmend Fälle von Malaria auf, heißt es in einem Bericht der WHO. Deshalb sollen die Fieber-Patienten in den betroffenen Gebieten der Ebola-Epidemie vorsorglich auch Malaria-Medikamente bekommen.

In Sierra Leone, Guinea Liberia sind 2013 nach Angaben der WHO insgesamt 20000 Menschen an Malaria gestorben. Weltweit sind 584000 Menschen an der Tropenkrankheit gestorben, davon waren 453000 Kinder unter fünf Jahren. Seit 2010 ist es aber gelungen, die Todesrate zu halbieren, da die Krankheit leichter erkannt und besser behandelt wird.

Mehr im aktuellen Ebola Situation Report der Weltgesundheitsorganisation WHO.

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