Eine Chipstüte ist ein Mikrofon!

Schallwellen verursachen Vibration an Gegenständen. Einer Gruppe von Wissenschaftlern am MIT (Massachusetts Institute of Technology) ist es gelungen, diese Vibrationen mit Hilfe einer Videokamera in richtige Töne umzuwandeln. Dabei benutzten sie unter anderem eine Topfpflanze, ein Glas Wasser oder auch eine Chipstüte. Die Objekte funktionieren also wie ein Mikrofon. Die Schwingungen, die durch die Schallwellen ausgelöst werden, ist meistens kaum sichtbar für das menschliche Auge. Durch verschiedene Computeralgorithmen können die Vibrationen dann von Bildern zu Tönen umgewandelt werden.

Software-Riesen haben mitentwickelt

Software-Spezialisten von Adobe und Microsoft haben das MIT bei ihren Arbeiten unterstützt. Bei den finalen Versuchen wurden hochfrequente Aufnahmen mit einer Hochgeschwindigkeitskamera gemacht, das ist wichtig für eine gute Tonqualität. Respektable Ergebnisse können aber auch mit einer Digitalkamera erzielt werden, gaben die Entwickler bekannt. Das „visuelle Mikrofon“ wurde durch eine schalldichte Glasscheibe abgefilmt und die mikroskopisch kleinen Schwingungen umgewandelt.

Visuelles Mikrofon ist vielseitig einsetzbar

Ohne die Geräusche aufgenommen zu haben können so Gespräche, Lieder oder andere Laute mit den Bildern einer Videokamera rekonstruiert werden. Das ist ein großer Fortschritt unter anderem für die Abhörtechnik. Besonders begeistert sind die Wissenschaftler darüber, dass eine solche Technik wie aus einem Hollywood-Film erscheint, aber tatsächlich real ist. Eine ähnliche Technik wird übrigens bereits bei der CIA eingesetzt – ein generelles Interesse verschiedener Behörden an der neuen Abhörmöglichkeit ist allerdings bereits sicher. Ein kleiner Fun Fact zum Schluss: Diese Methode funktioniert auch mit Fensterscheiben, ein Grund dafür, dass Botschaften andere (abhörsichere) Fenster haben.

Mehr in der Mitteilung des MIT.



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