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Erneuerbare Energie: Große Mengen Wasserstoff aus Mais

Biowasserstoff aus Ernteabfällen – klingt komisch, ist aber mittlerweile eine gute Quelle für erneuerbare Energie! Die Art und Weise der Energiegewinnung soll laut Forschern effizienter sein als bisherige Methoden. Forscher um Percival Zhang von der Virginia Polytechnic Institute and State University in Blacksburg erreichten die dreifache Ausbeute von bisherigen Verfahren. Eigenen Angaben zufolge gelang es ihnen, aus den häufigsten Kohlenhydraten der Pflanzen den maximalen Ertrag an Wasserstoff herauszuholen. Insgesamt kommt ihr Verfahren, das elf unterschiedliche Enzyme als biologische Katalysatoren verwendet, auf eine ähnliche Produktivität wie die industrielle Herstellung.

Der große Vorteil von Wasserstoff: Bei der Verbrennung entsteht lediglich Wasser, kein Kohlenstoffdioxid (CO2), das den Klimawandel fördert. Zudem kann das Gas in Autos als Treibstoff eingesetzt werden. In ihren Versuchen verwendeten die Wissenschaftler Stängel und Blätter von Maispflanzen. Die daraus gewonnene Zellulose wurde aufgespalten, mit einer Phosphatgruppe verknüpft und über Enzymreaktionen wird dann Wasserstoff freigesetzt. Durch ein virtuelles Experiment, basierend auf den praktischen Versuchen, ließen sich die Bedingungen für die Wasserstoffgewinnung schließlich noch optimieren. Noch dauert der Prozess mit rund 78 Stunden recht lang, ist aber mit hitzestabileren Enzymen und höheren Temperaturen noch zu beschleunigen.

Mehr im Artikel des Fachmagazins Proceedings of the National Academy of Sciences.

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