ESA: Raumgleiter IXV absolviert Testflug erfolgreich

Bild: ESA/J.Huart.

Der Testflug des in der Entwicklung stehenden Weltraumgleiters IXV ist erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Hilfe von Fallschirmen landete das Raumschiff sicher im Pazifik. Das Ziel der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist dabei klar: Der Raumgleiter IXV soll Astronauten von der Erde ins All und wieder zurück bringen können – und das unabhängig von Russland oder den USA. Zudem werden neue Daten benötigt, um ein europäisches, wiederverwendbares Raumfahrzeug zu entwickeln.

Sechs Wochen für die Auswertung der Daten von Raumgleiter IXV

Nach etwa 20 Minuten löste sich das knapp fünf Meter lange Raumschiff von der Rakete. Der Aufstieg von IXV war damit allerdings noch nicht beendet. Die Trennung erfolgte 340 Kilometer über der Erde, anschließend stieg das zwei Tonnen schwere Raumschiff bis auf 450 Kilometer Höhe auf. Mit dem Testflug sollten wichtige Daten gesammelt werden, die das Raumschiff weiter verbessern. Besonders vom Sinkflug versprechen sich die Wissenschaftler eine Menge an neuen Daten. Denn der Hitzeschild des Raumgleiters musste bei seinem Wiedereintritt in den Orbit bei einer Geschwindigkeit von 27.000 Stundenkilometern Temperaturen von etwa 1700 Grad Celsius trotzen. An der Landung haben mehr als 40 Unternehmen aus Europa mitgewirkt. Geführt wird die Entwicklung von der italienischen Thales Alenia Space. Der rund 100 Minuten andauernde Flug des Raumgleiters war der erste Start eines europäischen Lastenträgers im Jahr 2015. Während des Fluges erhielten die Wissenschaftler auf der Erde über zwei Datenempfangsstationen in Afrika durchgehend Signale und konnten die Flugbahn so genau mitverfolgen. Letztenendes landete das Raumschiff mit einem mehrstufigen Fallschirm und Schwimmballons, die für Auftrieb sorgen sollen, im südlichen Pazifik. Die Auswertung der Daten beginnt jetzt, wird sich laut Angaben der ESA aber auf bis zu sechs Wochen ausdehnen.

Weitere Informationen auch in einem Video der ESA.

 

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