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Fast Food: Besser als Fitness-Proteinshakes?

Protein, Fett, Kohlenhydrate – diese drei Komponenten spielen besonders für Sportler eine große Rolle. Vor allem im Fitnessbereich soll eine gut ausgewogene Ernährung den Muskelaufbau vorantreiben. Fast Food ist in einem solchen Ernährungsplan strikt untersagt – Proteinshakes und – riegel hingegen werden in Massen konsumiert. Michael Cramer von der Universität in Montana hat diese Regel genauer untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass Fast Food ähnliche Leistungen hervorbringt, wie eine Fitness-Ernährung.

Fast Food-Gruppe hat mehr Power

Um das herauszufinden, wurden elf sportliche Probanden in zwei Gruppen eingeteilt. Nach einem Workout von 90 Minuten bekam die eine Gruppe zwei Mahlzeiten Fast Food, während die andere Erdnussbutter, Proteinriegel und -shakes verzehrte. Beide Mahlzeiten hatten ungefähr den gleichen Gehalt an Kalorien, Kohlenhydraten und Proteinen, jedoch ist im Fast Food mehr Fett und mehr Salz enthalten. Zwei Stunden nach ihrer zweiten Mahlzeit mussten die Testpersonen so schnell wie möglich 20 Kilometer auf einem Ergometer zurücklegen. Zudem wurde den Probanden Blut abgenommen, um beispielsweise Insulin- und Zuckerwerte zu messen. Eine Woche später wiederholte sich der Test. Allerdings wurden die Gruppen diesmal vertauscht. Wer vorher Fast Food bekam, bekam nun Fitness-Ernährung aufgetischt.

In der Analyse der Ergebnisse fand Michael Cramer dann heraus, dass es keine großen Leistungsunterschiede beim Fahrradfahren gab. Desweiteren war die Konzentration von Glycogen, einem wichtigen Energielieferanten für die Muskeln, bei der Fast Food-Gruppe (FF) sogar etwas höher, auch wenn es statistisch gesehen nicht bedeutend war.fastfood Obwohl die Studie sorgfältig kontrolliert wurde, sind die Erkenntnisse aufgrund der geringen Anzahl an Versuchspersonen mit Vorsicht zu genießen. Außerdem treffen sie möglicherweise auch nicht auf weniger trainierte Personen zu. Dennoch zeigt die Studie, dass gelegentliches Fast Food nicht so schlecht für die Fitness ist, wie sein Ruf. Denn der Körper merkt nicht, woher seine Nährstoffe kommen – ein simples Kohlenhydrat bleibt ein simples Kohlenhydrat, egal, ob es über normales Essen oder eine spezielle Sportlernahrung aufgenommen wird.

Mehr im Artikel der US National Library of Medicine.

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