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Gigantischer Meteoritenkrater in Australien entdeckt

Forscher haben in Australien den wohl größten Meteoritenkrater auf der Erde entdeckt. Entstanden ist der Krater anscheinend durch einen Asteroiden, der sich selbst noch einmal zerteilt hat. Die beiden Gesteinsbrocken hatten einen Durchmesser von etwa zehn Kilometern, rissen bei ihrem Aufprall aber jeweils Löcher von 190 Kilometern Durchmesser in die Erde. Die Krater reichen zudem in bis zu 20 Kilometer Tiefe.

Meteoritenkrater wurde durch einen Zufall entdeckt

Ereignet hat sich dieses dramatische Ereignis vermutlich vor 300 bis 600 Millionen Jahren. Die Geophysiker um Andrew Glikson von der Australian National University (ANU) schreiben in ihrer Arbeit, dass es der größte gefundene Meteoritenkrater auf der Erde sein könnte. Zusammengerechnet ergeben die Krater eine größere Fläche als die des Chicxulub-Kraters auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán, der mit dem Aussterben der Dinosaurier verbunden wird. Dieser entstand vor rund 65 Millionen Jahren. Sein Durchmesser beträgt etwa 180 Kilometer. „Es muss das Ende für viele Lebensformen auf der Erde bedeutet haben“, sagt Glikson. Auf der Erdoberfläche seien die Krater nicht mehr zu erkennen, erläutern die Forscher. Im Jahr 2013 wurde eines der beiden Löcher bei Arbeiten für geothermische Bohrungen in Queensland entdeckt. Die genommenen Bodenproben wiesen Spuren von verglasten Gesteinen auf. Das ist ein Anzeichen von extremen Temperaturen und Drücken, wie sie bei einem Meteoriteneinschlag auftreten. Andrew Glikson wusste zudem von einem zweiten Krater, der noch nicht umfassend untersucht wurde. Eine Analyse der seismischen und magnetischen Signaturen des Bodens in den Einschlagsgebieten zeigte dann, dass beide Krater von demselben Meteoriten verursacht wurden. Ob der Meteoriteneinschlag in Australien zu einem Massensterben geführt hat, muss noch untersucht werden. Auch die Zeit des Einschlags ist bislang sehr ungenau festgelegt.

Mehr im Artikel des Fachmagazins Tectonophysics.

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