Gigantisches Insektensterben!

Ein Rückgang von bis zu 80 Prozent bedroht die Menschheit!

Forscher des NABU, des Naturschutzbund Deutschland e.V., warnen vor den drastischen Folgen die ein Insekten-Massensterben mit sich bringen wird! Den Forschern zur Folge hat die Umwelt derzeit mit einem Insekten-Rückgang von bis zu 80 Prozent zu kämpfen und das würde den Tod für jegliches Leben auf der Erde bedeuten! Es wäre absolut dramatisch! Zitat:

„Unsere Beobachtungen in Nordrhein-Westfalen sind beängstigend. Wenn uns die Fluginsekten fehlen, gerät die gesamte Nahrungskette in Gefahr: Blumen und Bäume werden nicht mehr bestäubt und Mauerseglern und Schwalben fehlt die Nahrungsgrundlage“, sagte Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU in Nordrhein-Westfalen.

Dass das Bienensterben eine große Bedrohung für uns Menschen ist, ist ein alter Hut und eben nur ein kleiner Teil des ganzen Problems. Einer Studie zur Folge gehen allein durch die Abwesenheit der Bienen 23 Prozent Früchte, 16 Prozent des Gemüses, 22 Prozent aller Nusssorten und 22 Prozent des Getreides verloren. Die Prozentzahlen beziehen sich ALLE auf den weltweiten Bestand! Gehen diese Bestände in der Folge zurück, käme es jährlich zu 1,42 Millionen Todesopfern als direkte Auswirkung. Diese Zahlen beziehen sich aber wie gesagt „nur“ auf das Bienensterben. Bei der Meldung des NABU geht es aber ja um ALLE Insekten! Die Zahlen würden sich also vervielfachen und wie schon gesagt den Tod für jegliches Leben auf der Erde bedeuten!

In der Pressemitteilung des NABU heißt es: „Ehrenamtliche hatten zwischen 1989 und 2014 an insgesamt 88 Standorten in Nordrhein-Westfalen fliegende Insekten gesammelt, ihre Arten bestimmt und sie gewogen. „Während wir 1995 noch 1,6 Kilogramm aus den Untersuchungsfallen sammelten, sind wir heute froh, wenn es 300 Gramm sind“, so Tumbrinck. Der Rückgang von bis zu 80 Prozent beträfe unter anderem Schmetterlinge, Bienen und Schwebfliegen.“ Das gigantische Insektensterben ist also kein Ereignis, dass uns in der Zukunft erwartet, der ganze Prozess ist schon längst in vollem Gange! Imker verlieren über den Winter oft große Teile ihrer Bienenvölker. Viele sind Milben zum Opfer gefallen, die Varroa-Milbe ernährt sich vom Blut der Larven und überträgt so auch Krankheiten auf die Insekten. Forschern ist aufgefallen, dass das Immunsystem der Honigbiene in den letzten Jahre schwächer geworden ist. Grund dafür kann die Anbaukultur der Menschen sein, Monokulturen, also Felder, auf denen nur eine Sorte Pflanzen angebaut wird. Allerdings ist das Immunystem der Bienen noch ein sehr unerforschtes Feld. Welche Ausmaße das Insektensterben für die Menschheit und das ganze Leben auf der Erde hat, kann man bisher nur mutmaßen. Schaut man sich die – auf das Bienensterben bezogenen – Zahlen an ist eins klar: Es wird lebensbedrohlich. Schuld daran ist wohl auch noch niemand geringeres als WIR selbst, neben der Einschleppung der Milben, spielt der Einsatz von Chemikalien eine Große Rolle.

„Den Klimawandel oder besonders kalte oder warme Winter können wir ausschließen. Vieles deutet darauf hin, dass wir es mit einer weit reichenden Vergiftung der Insekten in unserer Umwelt zu tun haben“, so Leif Miller.

Mit was vergiften wir also die Insekten?

Neonicotinoide, wie Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam, sollen hauptverantwortlich für das Insektensterben sein. Diese Insektizide greifen das Nervensystem der Insekten an und schädigen diesen dadurch enorm. Obwohl der Einsatz schon länger durch Behörden eingeschränkt wurde, scheint es noch immer genug „Schlupflöcher“ bzw. erlaubte Verwendungszwecke zu geben, dass so viele Insekten dadurch aussterben. Aktuell prüft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, abgekürzt wird die EFSA, erneut den Einsatz und die damit verbundenen Risiken solcher Insektiziden. Mit einem Ergebnis kann allerdings erst Anfang 2017 gerechnet werden. Was sollen wir aber bis dahin tun?

„Die Erhebungen sind ein starkes Indiz dafür, dass wir es in NRW mit einem ökologischen Desaster mit weitreichenden Folgen zu tun haben“ – „Wir brauchen neben wirksamen und schnell greifenden Schutzmaßnahmen parallel ein Forschungsprogramm, dass den Ursachen dieser rapiden Verarmung auf den Grund geht und ihre Folgen für Natur und Menschen aufzeigt“, so Josef Tumbrinck.

Quellen:
https://www.nabu.de/news/2016/01/20033.html
https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/artenschutz/recht/biodiversitaet/18897.html
http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130116
http://www.agrarheute.com/news/zehn-fakten-neonicotinoiden
http://clixoom.de/varroa-kampf-gegen-die-killer-milbe/5163
http://clixoom.de/bienensterben-das-wuerde-passieren/5040
http://www.planet-wissen.de/natur/insekten_und_spinnentiere/bienen/pwiebienensterben100.html

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