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Hefe: Die Droge im Kühlschrank

Aus Hefe kann man Drogen zubereiten?

Geht auf, wenn es schön warm ist und fällt zusammen wenn es kalt wird, die Hefe. Klingt super unspektakulär. Jetzt wird es um einiges spannender aber auch genauso erschreckend. Aus Hefe könnte man, wenn man das nötige KnowHow hat Drogen, wie beispielsweise Opiate o.ä. herstellen. Das würde sie sogar so gut wie selbstständig machen.
Kalifornische Forscher sind bei der Analyse von dem Backtreibmittel und dessen Eigenschaften auf interessante Dinge gestoßen. Sie kombinierten die Hefe zusammen mit Enzymen, die Glucose enthalten. Resultat: Die Hefe produzierte Reticulin! Reticulin findet man auch im Schlafmohn, welcher bisher zur Herstellung von Opiaten diente!

Mediziner und Drogenbosse freuen sich

Um Hefe in diesem Bereich wirklich nutzen zu können müsse sich jedoch noch viel ändern. Die Menge an produziertem Reticulin müsste sich vertausendfachen. Aus medizinischer Sicht wäre das dann ein wahnsinnig großer Schritt. Die Produktionskosten für Opiate würden quasi ins nichts verschwinden. Da Hefe jeder bei sich im Haushalt hat verbirgt sich aber auch ein kleines eher großes Problem. Der Begriff „Drogenküche“ würde da ja wohl eine ganz andere Bedeutung bekommen. Es wäre ja nahezu ein Geschenk für jeden Drogenboss. Aus legaler Hefe könnte man einfach mal so, ohne viel dazuzutun, jede Menge Ware schaffen.
Die Wissenschaftler sind sich dessen bewusst und fordern schon jetzt, dass wenn man die neuen Hefestämme wirklich so einfach nutzen kann, neue Richtlinien aufgesetzt werden müssen.
Jetzt heißt es erstmal abwarten, was die Hefe noch so ans Tageslicht bringt.

Mehr dazu: http://www.zeit.de/wissen/2015-05/biochemie-hefe-drogen-medikament

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