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Hund-Mensch Beziehung ähnelt Mutter-Kind Beziehung?

Hundeblick lässt Hormonspiegel steigen

Japanische Forscher stießen durch Urinproben, nach einem Experiment, von Mensch und Hund auf einen veränderte Hormonspiegel.
Grund dafür soll allein der Blickkontakt zwischen den menschlichen und tierischen Probanden sein. Gestiegen ist der Anteil des Oxytocin Hormons. Oxytocin ist primär für Bindungsgefühle verantwortlich und tritt besonders stark bei der Geburt auf. Besonders auffallend tritt eine derartige Veränderung des Hormonspiegels bei stillenden Müttern und ihren Säuglingen auf. Der Spiegel steigt sowohl beim Kind, als auch bei der Mutter, sobald es beginnt an der Mutterbrust zu saugen.
Dass der Blickkontakt zu einem wichtigen Bestandteil unserer Kommunikation gehört ist schon lange bekannt. Was genau bei der „Kommunikation“ zwischen Hund und Mensch passiert erklärten die Forscher um Miho Nagasawa der Fachzeitschrift Science.

dog-621301_1920Mit 30 Hundehaltern(innen) führten sie ein Experiment durch. Alle sollten ihren Tieren direkt in die Augen sehen und nach einiger Zeit stoppten die Wissenschaftler den Blickkontakt und nahmen Urinproben der Probanden. Analysiert wurde dann der Oxytocin Anteil. Vor dem Versuch war dieser nennenswert geringer. Die Hunde wurden dann durch Wölfe „ausgetauscht“ und wieder sollten die Probanden sich direkt in die Augen blicken. Nach einer erneuten Urinprobe konnten keine Veränderungen des Spiegels vor und danach festgestellt werden. Schuld daran? Die Domestizierung der Hunde mache diese Hormonausschüttung möglich, diese erfuhren die Wölfe nicht.

Die ähnliche hormonelle Wechselwirkung zwischen Mensch-Hund und Mutter-Kind könne erklären, warum Hundebesitzer(innen) eine so starke Beziehung zu ihrem Tier haben.

Mehr dazu: http://www.zeit.de/wissen/2015-04/hunde-menschen-studie-oxytocin-hormone-tiere-biologie

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