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Hunde aus dem Reagenzglas!

Beitragsbild: Cornell University College of Veterinary Medicine

Hunde via In-vitro-Befruchtung

Forscher an der Cornell University in Ithaca ist es gelungen, erstmals Hundewelpen durch eine künstliche Befruchtung zu produzieren. Versucht wird das schon seit den 70er Jahren. Mit daran gearbeitet hat Alex Travis und der hat im Fachmagazin PLOSONE eine Studie dazu veröffentlicht, darin schreibt er: „Wir können Sperma einfrieren und lagern und es für künstliche Befruchtung nutzen. Wir können auch Eizellen einfrieren, aber ohne In-vitro-Befruchtung konnten wir sie nicht nutzen.” Unter einer In-vitro-Befruchtung oder auch
In-vitro-Fertilisation versteht man die Befruchtung außerhalb des Körpers, vereinfacht spricht man da von einer „künstlichen Befruchtung“. Beim Menschen ist das mittlerweile nichts neues mehr. Bei Hunden war es allerdings bisher noch nicht so ohne weiteres möglich. Die Wissenschaftler aus Ithaca haben jetzt also 19 künstlich befruchtete Eizellen in eine Hündin verpflanzt und die hat dann zwei Welpen einer Beagle-Cockerspanier-Mischungen und fünf Beaglewelpen zur Welt gebracht.
Die Forscher hoffen durch ihr Erkenntnisse Erbrankheiten bei Hunden ein Ende bereiten zu können. Vielleicht sei es auch möglich, bedrohte Tierarten durch dieses Verfahren zu bewahren. Desweiteren könnte die weitere Forschung auch bei menschlichen Gen-Erkrankungen dienen.

Quellen:
http://mediarelations.cornell.edu/2015/12/09/first-test-tube-puppies-born-at-cornell-veterinary-college/
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0143930
http://www.familienplanung.de/kinderwunsch/behandlung/in-vitro-fertilisation/#&panel1-1
Mehr dazu:
http://www.zeit.de/wissen/2015-12/reproduktionsmedizin-hunde-reagenzglas-befruchtung

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