Kein Ende in Sicht! Meereis schmilzt weiter!

Abwärtstrend der vergangenen 37 Jahren ist besorgniserregend

Am 1. September 2016 begann, aus meteorologischer Sicht, der Herbst. Für Klima und Umweltforscher ist der Herbstanfang ein wichtiger Referenzpunkt. Im Herbst sollte nämlich folgendes passieren: Die Temperatur in der Arktis fällt auf bis zu – 25 Grad und die über das Jahr verteilt geschmolzenen Eisflächen wachsen und wachsen wieder auf mehrere Million Quadratkilometer an. Soweit zur Theorie. In der Praxis sieht das, Experten des National Snow & Ice Data Centers (kurz NSIDC) zur Folge, ganz anders aus. Aktuell fehle noch eine Million Quadratkilometer Meereis, um Wachstumsprognosen unter „normalen Umständen“ gerecht zu werden. Normal ist aber schon lange kein Maßstab mehr. Schaut man sich den Verlauf der letzten 37 Jahren an, im Jahr 1978 starteten die ersten satellitengestützten Messungen des Meereises, ist das wiederum nicht verwunderlich. Ein stetiger und nicht gerader seichter Abwärtstrend scheint kein Ende zu nehmen.

Der Grund dafür ist, wenn man sich diese Grafik anschaut, eigentlich ganz klar. Die Durchschnittstemperatur wurde im Oktober 2016 weit, bis zu 8 Grad Celsius, überschritten. Im darauf folgendem Monat, also Jetzt im Monat November, wurde es bzw. wird es noch schlimmer. In einigen Regionen betrug die Lufttemperatur 0 Grad Celsius anstatt der sonst vorherrschenden -20 Grad Celsius! Überträgt man das auf Deutschland wäre Draußen gerade Hochsommer. Neben der Entwicklung des arktischen Meereises sorgt auch die Datenanalyse der globalen Meereisflächen für Entsetzen. Wie man Hier in Rot sieht, setzt sich das aktuelle Jahr weit von den anderen Jahren ab bzw. verläuft komplett anders. Sie sinkt immer weiter nach unten und steigt NICHT wie die anderen es zeitweise tun! Dieses Jahr haben wir also wohl tatsächlich den Vogel abgeschossen.

Erde kann sich nicht erholen!

Die Basis der arktischen Eisflächen verschwindet und kann sich nicht erholen. Die Antarktis dagegen scheint davon nichts mitzubekommen. Obwohl es dort wärmer als sonst ist kann man keinen auffälligen Schwund feststellen. Warum? Das weis aktuell keiner so recht. Der Wandel der arktischen Eisflächen reicht aber eigentlich schon aus um zu sehen, dass etwas nicht stimmt.

„Aufgrund der großen antarktischen Variabilität ist die globale Meereisfläche nicht besonders aussagekräftig, die langfristig zu beobachtende Meereis-Abnahme in der Arktis hingegen schon.“, berichtete einer der deutschen Meereisforscher Lars Kalaschke der Universität Hamburg.

Was bedeutet das für Uns? Erstmal bedeutet das, wir dürfen diese Veränderungen nicht verharmlosen oder einfach wieder unter den Tisch kehren. Einer der Punkte des Klimavertrags, der 2020 in Kraft treten soll, ist Zitat „Die Staaten setzen sich das Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „weit unter“ zwei Grad Celsius zu beschränken. Es sollen Anstrengungen unternommen werden, den Temperaturanstieg bereits bei 1,5 Grad zu stoppen.“. Das klingt nach den eben genannten Zahlen nichtmehr so effektiv wie es sich noch bei der Unterzeichnung des Vertrags angehört hat.

Quellen:
https://nsidc.org/
https://nsidc.org/arcticseaicenews/
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-globales-meereis-schrumpft-dramatisch-a-1122089.html
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/12/2015-12-12-klimaabkommen.html
http://clixoom.de/klimavertrag-was-beinhaltet-er/5633

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