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Klimawandel: Weltweites Wetterchaos hat begonnen!

Wetterchaos?

Was jetzt passiert, das verstehen nicht mal mehr die Experten, so schnell hat sich in den letzten Wochen und Monaten alles geändert. Die Welt Meteorologie Organisation kurz WMO schlägt jetzt Alarm.

“Wir sehen bemerkenswerte Veränderungen rund um den Planeten, welche an die Grenzen von unserem Verständnis des Klimawandels gehen. Wir sind jetzt auf wirklich unerforschtem Gebiet.” Das sagt David Carlson. Er ist Direktor des Weltklimaforschungsprogramms der WMO.

Ups. Experten wissen nicht mehr weiter? Das ist jetzt wirklich nicht mehr so beruhigend, was Carlson da gesagt hat. Gerät die Erde jetzt aus den Fugen? Was passiert da im Moment?

In den vergangen Monaten gab es drei regelrechte Hitzwellen in der Arktis. Dreimal stiegen die Temperaturen sogar nachts knapp auf null Grad. Normalerweise liegen sie im Winter im zweistelligen Minusbereich. Die Arktische Eisfläche war noch nie so klein. Sie war nur 14,42 Quadratkilometer im Maximum groß. Das war die kleinste je gemessene Fläche. Eine so warme Arktis hat Folgen für das Wetter weltweit. Das offene Meer heizt mit sienen deutlich dunkleren Flächen im gegensatz zum Arktischen Eis die Luft darüber auf. Von diesen riesigen Flächen verdunstet jetzt viel mehr Wasser und regnet und schneit über anderen Regionen wieder ab. Die warme Arktis wiederum schwächt den polaren Jetstream. Der fängt dadurch an im wahrsten Sinne des Wortes herumzueiern. Es bilden sich Beulen im Stream, die sogenanten Rosby-Wellen. Sie bringen paradoxerweise jetzt kalte Polarluft mit viel Schnee weiter in den Süden. Der Blizzard in den USA letzte Woche war dafür ein perfektes Beispiel. Ein Wintersturm im März auf dem Breitengrad von Süditalien. Verrückt. Eine Rosby-Welle hat ihn verursacht.

Und auch von unten droht uns jetzt Ungemach. Die Ozeane werden immer wärmer. In ihrer obersten Schicht, die drei Meter dick ist, speichern die Meere genauso viel Engerie, wie die gesamte Erdatmosphäre und die wird viel schneller viel wärmer. Laut der aktuellen Studie des Forscherteams um Lijing Cheng von der Chinese Academy of Sciences in Peking werden die Ozeane 13 Prozent schneller warm als bisher gedacht. 1992 war das Tempo der Erwärmung bereits doppelt so schnel wie 1960 und auch erst seit 1990 werden auch Wasserschichten in einer Tiefe von 700 Metern wärmer. Nur auf die Oberfläche bezogen

Und eine Studie aus dem Januar, die sich nur mit den Daten der Meeresoberfläche beschäftigt hat. Zeke Hausfather von der University of California und sein team werteten die Daten von Bojen, Satelliten und Tauchrobotern aus. Ergebnis: Seit 1997 hat sich das Wasser pro Jahrzehnt um 0,12 Grad aufgeheizt. Bisher dachten Experten es wären 0,07. Das ist fast das zwanzigfache! Die Klimaforscher haben sich also tatsächlich geirrt. Aber es ist anders als die Verschwörungstheoretiker glauben. Der Klimawandel fällt nicht aus, sondern er kommt schneller und wird schlimmer. In diesem Sinne noch einen schönen Welttag der Meteorologie.

(Christoph Krachten)

Quellen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ozeane-erwaermen-sich-deutlich-schneller-als-gedacht-a-1138348.html
http://advances.sciencemag.org/content/3/3/e1601545
http://advances.sciencemag.org/content/3/1/e1601207.full

Tags Klima

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