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Kometen sind nicht die Quelle des Wassers

Bild: ESA/Rosetta/Philae/ROLIS/DLR.

Das Wasser auf Kometen unterscheidet sich von Wasser auf der Erde, so die neuen Ergebnisse der Mission Rosetta. Der Anteil an sogenanntem „schwerem Wasser“ sei deutlich höher, wie es im Artikel des Fachmagazins Science heißt. Schweres Wasser besteht aus einem Sauerstoff-Atom und statt normalem Wasserstoff aus Deuterium, das ist Wasserstoff mit einem zusätzlichen Neutron.

Wasser auf Kometen weist andere Signaturen auf

Auf der Erde kommen auf 10.000 normale Wassermoleküle drei Moleküle schweres Wasser. „Dieses Verhältnis zwischen schwerem und leichten Wasser ist sehr charakteristisch. Man kann es nicht leicht verändern und es besteht für einen langen Zeitraum“, so Prof Kathrin Altwegg von the Universität Bern in der Schweiz. Auf dem Kometen konnte Philae bisher weitaus mehr schweres Wasser entdecken, als auf der Erde vorhanden ist. „Das ist das höchste jemals gemessene Verhältnis von schwerem zu leichtem Wasser“, so Altwegg. Insgesamt sei das Verhältnis dreimal größer als auf der Erde, was vermuten lässt, dass das Wasser auf unserem Planeten nicht durch diese Art von Kometen auf der Erde ankam. Vorherige Studien mit Kometen aus der Oortschen Wolke kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Wasser auf Kometen andere Signaturen aufweisen. Allerdings scheint das Wasser auf dem Kometen Hartley 2, der wie auch 67P aus dem Kuiper-Gürtel kommt, dem Erdwasser sehr ähnlich zu sein. Die Schlussfolgerung, so Altwegg, sei, dass es unterschiedliche Kometen im Kuiper-Gürtel gibt, die aus verschiedenen Regionen unseres früheren Sonnensystems kommen. Die wahrscheinlichere Quelle für das Wasser auf der Erde sind demnach Asteroiden. Asteroiden sind näher an der Sonne entstanden als Kometen. „Sie sind näher an der Erde, also ist es wahrscheinlicher, dass sie auf die Erde geprallt sind als die weit entfernten Kometen“, meint Altwegg. Bevor die Kometen als Quelle vollkommen ausgeschlossen werden, müssen zunächst weitere Ergebnisse unter anderem von den Instrumenten des Philae-Landers ausgewertet werden.

Am 12. November landete der Philae-Lander der Raumsonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Churyumow-Gerasimenko. Momentan befindet sich die Landeeinheit im Standby-Modus, da die Batterien leer sind. Die verantwortlichen Wissenschaftler der ESA und des DLR hoffen, dass in einer geringeren Entfernung zur Sonne genug Energie vorhanden ist, um die Batterie wieder aufzuladen.

Mehr im Artikel des Fachmagazins Science.

Alle Meldungen zur Mission Rosetta auf Clixoom.de.

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