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Leben in Kristallen!

Das Leben findet manchmal an den erstaunlichsten Orten statt!

Das Leben findet seinen Weg – und zwar auch an Orten, in denen wir eigentlich kein Leben vermuten würden. Immer wieder ist die Wissenschaft überrascht, wo sie Spuren von Leben finden. Viele dieser Orte sind für Menschen ohne die Hilfe von technischer Ausrüstung tödlich. So zum Beispiel in der Mine von Naica. Das Erzbergwerk liegt im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Durch sie erreicht man in 120 bis 290 Metern Tiefe natürliche Höhlen, in denen man riesige Kristalle aus Marienglas findet. Marienglas ist ein wasserhaltiges Calciumsulfat, umgangssprachlich Gips. Dies sind die größten Kristalle der Welt, sie sind rund 14 Meter lang und wiegen rund 50 Tonnen.
Die Umgebung in diesen Höhlen ist so extrem, dass ein Mensch hier schnell zu Tode kommen kann: 50 Grad Celsius beträgt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 99 Prozent. Das führt dazu, dass Schweiß nicht verdampft, sondern der Wasserdampf der Luft auf der Haut kondensiert und die Körpertemperatur in die Höhe treibt.

Ein Team um die NASA-Astrobiologin und Höhlenforscherin Penelope Boston haben unter diesen schwierigen Bedingungen dennoch Leben dort unten gefunden: an den Wänden der Höhle leben Mikroorganisme. Aber es geht noch extremer: Das Team hat auch herausgefunden, dass es in den Kristallen Blasen gibt, in denen Flüssigkeit eingeschlossen ist. Und das sensationelle: darin fanden die Forscher weitere Mikroorganismen. Sollte sich nach einer Prüfung herausstellen, dass ihre Proben nicht durch Mirkroben von den Felswänden Felswänden kontaminiert wurden, wäre dies ein einmaliger Fund. Die dort eingeschlossenen Mikroben müssten dann dort seit mindestens 50.000 Jahren überdauert haben. Die Forscher erweckten die Organismen aus ihrer Art Stasis wieder zum Leben. Sie konnten 100 verschiedene Arten entdecken, 90 Prozent waren vorher sogar komplett unbekannt gewesen. Bei einem Großteil handelt es sich um Bakterien. Die Forscher sind sich aber sicher, dass die Mikroorganismen andere sind, als die von den Wänden. Die Unterschieden seien bei allen Gemeinsamkeiten doch so signifikant groß, dass die Wissenschaftler sagen können, dass es sich um eigene Arten handelt. Es konnten auch keine ähnlichen Lebensformen außerhalb dieser sehr speziellen Ökosysteme gefunden werden.

Das Alter der Mikroben konnten die Forscher durch das Wachstum der Kristalle bestimmen. Das Marienglas hat ein Alter von ungefähr einer halben Million Jahre. Da die Mikroorganismen in diesen Tiefen ohne Sonnenlicht auskommen müssen, können sie keine Fotosynthese betreiben. Stattdessen betreiben sie Chemosynthese, auch Chemolithotrophie genannt. Dazu nutzen sie Schwefel- und Eisenverbindungen aus den Kristallen um diese in einer exergonen Redoxreaktion in Energie zu wandeln, die sie nutzen können. Das ist schon ein sehr spektakulärer Ort an dem diese Mikroben existieren. Was meint ihr, an welchen extremen Orten ist noch mehr Leben möglich? Schreibt’s uns in die Kommentare und lasst einen Daumen nach oben da, wenn euch das Video gefallen. Und wenn ihr kein Video mehr verpassen wollt, dann abonniert den Kanal und läutet auch gern die Glocke, dann seid ihr immer uptodate! Bis zum nächsten Mal, bis dann, bleibt dran!

Quelle:
http://www.spektrum.de/news/megakristalle-beherbergen-uraltes-leben/1438817

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