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Lehrer werden immer schlechter!

Deutsche Lehrer werden wohl in Zukunft immer schlechter. Dieser Schluss muss wohl aus dem Bildungsreport 2020 des Stifterverbandes und McKinsey gezogen werden. „Besorgniserregend schlecht“ sei die deutsche Lehrerausbildung, so der Report.

Die Lage bei der Lehrer-Bildung hat sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich verschlechtert. „Es haben sich noch weniger junge Männer für ein Grundschullehramtsstudium eingeschrieben und die Betreuung im Studium hat sich aus Sicht der Lehramtsstudierenden gegenüber dem Vorjahr noch einmal verschlechtert“, sagte Volker Meyer-Guckel. Eine für den Report durchgeführte repräsentative Befragung von Abiturienten zeigt zudem: Der Lehrerberuf gehört zwar zu den Top 5 der angesehensten Berufe in Deutschland. Dennoch können sich 83 Prozent der befragten Schüler mit sehr gutem oder gutem Notendurchschnitt nicht vorstellen, Lehrer zu werden. Gute Schüler vermissen vor allem attraktive Aufstiegsmöglichkeiten und vielfältige Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Hinzu kommt: Nicht einmal jeder vierte Befragte – unabhängig von der Durchschnittsnote – mit Interesse am Lehrerberuf meint, er könne andere gut motivieren. Nur 16 Prozent der Befragten halten Selbstvertrauen und nur 13 Prozent Durchsetzungsfähigkeit für ihre persönliche Stärke. „Diese Umfrageergebnisse müssen uns wachrütteln“, mahnte Volker Meyer-Guckel und forderte, Lehrer und ihre Kompetenzen weitaus stärker in den Mittelpunkt der Schulpolitik stellen, als dies heute der Fall ist.“

Auf gut deutsch: Die Abiturienten, die sich für den Lehrerberuf entscheiden, sind oftmals nicht geeignet und werden zudem während ihrer Ausbildung nicht gut betreut.

Text: Krachten/Stifterverband

Mehr Infos, positive Entwicklungen und die Perspektiven für 2020 beim Stifterverband:

Hochschul-Bildungs-Report: Schlechte Noten für deutsche Lehrer-Bildung.

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