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LHC geht 2015 mit doppelter Energie wieder an den Start

Foto: Rex Features, Associated press

Der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider am Europäischen Forschungszentrum CERN bei Genf, wird 2015  wieder in Betrieb genommen. Der Ring mit 27 Kilometer Durchmesser hat bereits das Higgs-Boson, das sogenannte Gottesteilchen, gefunden. Experten erwarten nun nach der 2-Jährigen Pause weitere kolossale Entdeckungen. So könnten zum Beispiel andere Arten des Gottesteilchens, weitere Dimensionen der Realität und Hinweise zur dunklen Materie gefunden werden.

Teilchen sollen bis zu 99,9999991% Lichtgeschwindigkeit erreichen

Der Large Hadron Collider (LHC) beschleunigt mithilfe von 9.600 Magneten, die zusammen ein 100.000 Mal stärkeres Magnetfeld als die Erde besitzen, Teilchen bis kurz vor die Lichtgeschwindigkeit. Die größten dieser Magneten wiegen über 35 Tonnen und sind bis zu 15 Meter lang. Sie benötigen flüssiges Helium um auf -271.3° Celsius gekühlt zu werden. Im LHC wurden insgesamt über 10.000 Tonnen Stahl verbaut. Das sind mehr als beim Bau des Eiffelturms verwendet wurden. Die großen Magneten werden benötigt um die Teilchen auf der Kreisbahn von 27 Kilometern Durchmesser zu halten. Sobald die Teilchen beinahe die Lichtgeschwindigkeit erreicht haben, lassen die Wissenschaftler diese frontal aufeinander treffen. Die Explosionen, die dabei entstehen, liefern viele Informationen darüber wie unser Universum funktioniert.

Mit beinahe der doppelten Leistung geht der Teilchenbeschleuniger 2015 an den Start

Wenn der Teilchenbeschleuniger 2015 wieder in Betrieb genommen wird, nachdem er 2 Jahre lang repariert und verbessert wurde, werden die Teilchen mit einer doppelt so hohen Energie wie zuvor beschleunigt. Kollisionen mit bis zu 13 TeV Schwerpunktsenergie sollen so möglich sein. In den letzten Jahren wurden höchstens 8 TeV erreicht.

„Das Verdoppeln der Energie wird einen riesigen Einfluss auf die Suche nach Teilchen hier am LHC haben. Je höher die Energie, desto schwerer werden die Teilchen, die man erzeugen kann.“ – Gabriella Sciolla, Experimenteller Teilchenphysiker

Eine mögliche Sensation wäre die Entdeckung von Teilchen, aus der die sogenannte Dunkle Materie besteht. Es wird vermutet, dass Dunkle Materie einen Großteil unseres Universums ausmacht und dass aus ihr die Kraft für das sich immer schneller ausdehnende Universum kommt. Dunkle Materie ist eines der größten Rätsel der Wissenschaft unserer Zeit. Mit all diesen Möglichkeiten schauen Wissenschaftler der ganzen Welt gespannt auf das Jahr 2015 und hoffen auf neue Erkenntnisse aus dem Large Hadron Collider bei Genf.

 

Mehr dazu im Artikel von livescience.com.

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