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Matrix – Supraflüssiges Helium als Indiz für das holografische Universum?

Beitragsbild: NASA/ESA/ESO/Wolfram Freudling et al. (STECF)

Supraflüssiges Helium verhält sich seltsam!

Fangen wir mal ganz einfach an. Ich habe einen Liter kochendes Wasser mit einer Temperatur von 100 Grad Celsius. Den kippe ich in einen Liter Eiswasser. Gut Eis hat ein anderes Volumen, es dürfte also de facto etwas weniger als ein Liter sein, aber Schwamm drüber. Nach Adam Riese müssten die Zwei Liter dann eine Temperatur von 50 Grad Celsius haben. Die Temperatur hat sich proportional zum Volumen geändert. In der Physik wird Wärme als Entropie bezeichnet oder besser als Unordnung, weil zum Beispiel im Gegensatz zu Eis die Position der Atome nicht mehr festgelegt ist. Es wird auch als Maß für die Unkenntnis des Atomaren Zustands bezeichnet. Diese Entropie, das erleben wir täglich bei allem möglichen, ist untrennbar mit dem Raum verknüpft. Lüfte ich die Wohnung ändert sich die Temperatur mit dem Volumen der einströmenden Luft, Ändere ich den Wasserzufluss des heißen Wassers in der Dusche ändert sich die Temperatur auch mit dem Volumen. Wir würden bekloppt werden, wäre es anders.

In Schwarzen Löchern passiert etwas anderes. Das Maß der Entropie ändert sich nicht mit dem Volumen, sondern mit der Oberfläche., also viel langsamer. Bei unserem Wasserexperiment wäre das etwas seltsam. Die zwei Liter würden nicht 50 Grad Celsius warm werden, sondern lediglich 37,17 Grad Celsius. Das wäre schon etwas seltsam. Aber genauso ist es bei supraflüssigem Helium. An der University of Waterloo in Kanada simulierte ein Wissenschaftler-Team um den Physiker Christopher Herdmann das Isotop Helium 4 bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt. Das Helium wurde supraflüssig. Die Heliumamatome nehmen einen gemeinsamen Quantenzustand an. Das ist genauso wie beim Bose-Einstein-Kondensat, dass erst im Januar erstmals im Weltraum hergestellt werden konnte oder bei der Supraleitung. Der gemeinsame Quantenzustand bedeutet, dass die einzelnen Atome verschwunden sind. Das ganze verhält sich wie ein einziges riesiges Atom. In dem Computermodell sahen sich die Forscher jetzt die Verschränkung der Atome und die Entropie innerhalb imaginäre unterschiedlich großer Kugelschalen an. Und siehe da das Verrückte wurde entdeckt. Die Entropie verhielten sich nach dem in Schwarzen Löchern geltenden Flächengesetz.

Es ist ein wichtiger Schritt, das Universum als holografisch zu interpretieren. Dann wären alle Informationen nicht hier im dreidimensionalen Raum codiert, sondern auf der Oberfläche, sprich auf der Aussenhülle des Universums. Wir wären existierten eigentlich nicht hier, sondern defacto auf der Aussenhülle und das Universum selbst würde sich wie ein Schwarzes Loch verhalten und…. wäre vielleicht eins? Auf diese Weise erhoffen sich die Wissenschaftler endlich Quantenphysik und Relativitätstheorie zusammenzubekommen. Am Fermilab Holometer in Illinois in den USA wird ja seit Ende August 2014 nach dem Beweis für das Holografische Universum geforscht. Wir sind gespannt!

(Christoph Krachten)
Quellen:
https://uwaterloo.ca/institute-for-quantum-computing/news/black-holes-helium-and-beyond-0
http://www.nature.com/articles/nphys4075.epdf?referrer_access_token=38Bjps81NS0wXHT0b_jPAtRgN0jAjWel9jnR3ZoTv0ORHHd58g77FLuhU13L4vhcMzRPJkn0zjBtp3uBKIzfli37Cn6f2La0EnusLtioruRr8lXWhRFocLTVh4uZaHu-n4P0fEhT9tNx6Q14vqavk5zyE5zGAWKwnPghoiKqBqANu1VBL-ygiTn6hu9iiDkLuUqCTwOvhFIB-Davk9idsgPd2asa97Bid3k4dGx3NZC3xmy_jpFow9ym0YVJlyyHZr9OEBjAvrxrrg18UvoASeKBLTlISlSs8z2akx0WKfWOyS8LSp0yg7JBVAK_Hk79TtGozId8leGaFiTlwtNJ–OjVhdeac7DpEMB4zEflR4%3D&tracking_referrer=www.spektrum.de
http://www.spektrum.de/news/holografisches-helium-aehnelt-schwarzen-loechern/1441880?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP

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