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Mehr Blitze durch den Klimawandel

Durch den Klimawandel wird es zumindest in den USA öfter blitzen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie um den Forscher David Romps von der Universität von Kalifornien in Berkeley. Demzufolge steigt die Zahl der Blitze dort mit jedem Grad der globalen Erwärmung durchschnittlich um zwölf Prozent. Insgesamt soll es 50 Prozent mehr Blitze über den Vereinigten Staaten von Amerika geben.

Bis zu 17 Prozent mehr Blitze pro Grad Klimaerwärmung

Grundsätzlich gibt es zwei wichtige Faktoren für die Entstehung von Blitzen: die Niederschlagsrate und die verfügbare Energie, um Luft aufsteigen zu lassen. Mit Hilfe dieser beiden Parameter könne die Blitzhäufigkeit gut erklärt werden, berichten die Forscher. In ihrer Studie zogen sie auch Vergleiche mit Wetteraufzeichnungen des US-Wetterdienstes. Elf globale Klimamodelle sollten die Zahl der vertikalen Blitze von Wolken zum Erdboden simulieren. Die Modelle berechneten eine Zunahme von zwischen sieben und 17 Prozent pro Grad globaler Erwärmung der Luft. Die etwa 25 Millionen Blitze pro Jahr seien die Hauptursache von Wald- und Steppenbränden in den USA, so die Wissenschaftler. Deshalb habe die berechnete Zunahme auch Auswirkungen auf die Entwicklung betroffener Ökosysteme und die dort beheimateten Arten.

In Deutschland entluden sich laut dem Karlsruher Blitz-Informationsdienstes von Siemens im vergangenen Jahr knapp 550.000 Blitze, allerdings häufiger im Süden als im Norden. Blitze sind elektrische Entladungen und entstehen durch die Reibung in Wolken. Nach Schätzungen entladen sich etwa 60 Prozent der Blitze innerhalb der Wolken, 40 Prozent schlagen auf der Erde ein.

Mehr im Artikel des Fachmagazins Science.


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