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Mission Rosetta: Kein Signal von Philae

Im Kontrollzentrum in Köln warten die Wissenschaftler auf ein Signal von Philae – bisher vergeblich. Bild: DLR

Der Philae-Lander hat sich bislang nicht mehr vom Kometen 67P/Churyumow-Gerasimenko gemeldet. Die Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (kurz DLR) hatten gehofft, dass sich die Landeeinheit der Raumsonde Rosetta aus dem Standby-Modus heraus meldet. Die Kommunikationseinheit des Landers wird jetzt allerdings wieder abgeschaltet. In der ersten Aprilhälfte soll ein neuer Anlauf gestartet werden.

Intensität der Sonneneinstrahlung reicht Philae noch nicht

„Wir müssen noch etwas Geduld haben“, sagt Projektleiter Stephan Ulamec. Mögliche Ursachen für das ausgebliebende Signal sind die Kälte auf dem Kometen oder auch die fehlende Sonneneinstrahlung. Denn durch die Schatten, die von den umliegenden Gesteinsbrocken geworfen werden, erreicht möglicherweise noch nicht genug Sonnenlicht den Lander. Auch die Entfernung zur Sonne spielt dabei eine Rolle. Die Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganisation und des DLRs hoffen, dass die zunehmende Intensität der Sonnenstrahlen ausreicht, um die Batterie von Philae wieder aufzuladen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Philae schon aus seinem Winterschlaf erwacht ist, seine Energie jedoch noch nicht ausreicht, um ein Signal zur Erde zu senden. Alles in allem wissen die Wissenschaftler nicht, wo genau der Lander auf dem Kometen steht. Zwar lassen sich die bisher erhaltenen Daten auswerten und so Topographien erstellen, wie genau diese aber sind, ist ungewiss.

Philae_orientation_visualisation

Hier sitzt Philae auf dem Kometen 67P/Churyumow-Gerasimenko – zumindest könnte die Umgebung des Landers so aussehen. Bild: ESA/Rosetta/Philae/CNES/FD.

Mehr in der Mitteilung des DLR.

Alle Meldungen zur Mission Rosetta auf Clixoom.de.

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