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Mission Rosetta: Sturzflug auf den Kometen

Bild: ESA.

Rund drei Monate nach dem Absetzen des Mini-Labors Philae wird die Raumsonde Rosetta in neun Tagen dem Kometen 67P/Churyumow-Gerasimenko im Sturzflug nähern. Das teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA mit. Die Wissenschaftler erhoffen sich aus einer Entfernung von nur sechs Kilometern über der Kometenoberfläche weitere Entdeckungen zu machen. Momentan umkreist sie den Gesteinsbrocken in etwa 26 Kilometern Höhe.

Rosetta soll den Kometenschweif genauer untersuchen

Durch ein Manöver, bei dem sich die Sonde zunächst auf 142 Kilometer vom Kometen entfernt, soll die Annäherung gelingen. Am 7. Februar soll die Sonde diese Entfernung erreicht haben, eine Woche später beträgt sie nur noch sechs Kilometer. „Das wird uns einzigartige wissenschaftliche Beobachtungen ermöglichen“, so „Rosetta“-Wissenschaftler Matt Taylor. Gesteuert wird die Raumsonde Rosetta vom ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt. Messgeräte an Bord der Sonde sollen den Kometen sogar „schmecken und schnuppern“. Was die Wissenschaftler bisher wissen: Aufgrund von ausgegastem Kohlenwasserstoffs riecht es auf dem Kometen nach faulen Eiern. Der Komet befindet sich auf dem Weg zur Sonne. Im August wird er ihr am nächsten sein. Je näher er der sonne kommt, umso aktiver wird der Komet. Durch den Tiefflug von Rosetta soll vor allem der Schweif des Kometen besser untersucht werden.

In der Animation der ESA ist zu sehen, wie das Manöver der Raumsonde im Optimalfall ablaufen wird. Animation: ESA.

Mehr in der Mitteilung der ESA.

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