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Neues Teilchen nur purer Zufall?

Beitragsbild: ATLAS Experiment/CERN

CERN: Schade…

Im März 2016 ging man am CERN in Genf davon aus, ein völlig neues und revolutionäres Teilchen entdeckt zu haben. Das Teilchen hätte eine Masse von 750 Gigaelektronenvolt und wäre somit mit dem Standardmodell der Teilchenphysik nicht zu erklären.

„Zwar wurden auch bei vorigen Messungen schon vereinzelt Ereignisse bei dieser Energie gesehen, aber die wurden nicht ernst genommen, weil sie nicht deutlich genug waren. Jetzt beim neuen Lauf haben die Physiker die Kollisionsenergien im Beschleuniger von 8 auf 13 Teraelektronenvolt hochgeschraubt und damit lassen sich Teilchen mit großen Massen besser finden.“, berichtet damals Peter Mättig dem Team von weltderphysik.de.

Das entdeckt geglaubte Signal stellte sich jetzt allerdings als purer Zufall heraus. Auf der Teilchenphysik-Konferenz ICHEP in Chicago teilte man diese enttäuschende Nachricht der Öffentlichkeit mit.

„Schade, mit einer Entdeckung hätte eine aufregende Zeit begonnen“ – „Aber wir suchen weiter, bei höheren Massen und in anderen Daten, vielleicht finden wir schon bald etwas.“, so Sandra Kortner, die hat die Leitung der Atlas-Gruppe am Münchner Max-Plank-Institut für Physik.

Quellen:
https://home.cern/about/updates/2016/08/chicago-sees-floods-lhc-data-and-new-results-ichep
http://www.sueddeutsche.de/wissen/physik-enttaeuschung-am-cern-physik-revolution-bleibt-aus-1.3109774
http://clixoom.de/lhc-am-cern-es-gehe-jetzt-um-die-kuer/5951

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