Planetenkonstellation polt Sonne um!

Beitragsbild: Casey Reed/NASA

Im Zentrum unseres Sonnensystems befindet sich, wie könnte es anders sein, die Sonne. Forscher haben sich mit dem Zyklus der Sonne beschäftigt und haben dabei herausgefunden, dass die Planeten, die ihre Bahnen um den Stern ziehen, dabei eine entscheidende Rolle spielen können.

Unser Zentralgestirn!

Aber schauen wir uns erst mal ein paar Fakten zu unserem Zentralgestirn an. Die Sonne ist ein Zwergstern und ist damit das, was die meisten Sterne sind. Die Hauptreihensterne zeichnen sich dadurch aus, dass sie in ihrem Inneren Wasserstoff fusionieren. Die Sonne strahlt so schon seit 4,6 Milliarden Jahren. Berechnungen zufolge wird sie noch weitere 5 Milliarden Jahren aktiv sein, es ist also fast Halbzeit! Danach wird die Sonne nach einigen kleineren Veränderungen, zum Beispiel erhöhte Leuchtkraft, zu einem roten Riesen werden und damit auch die Erde vernichten.

Die Sonne hat sie 330.000fache Masse der Erde, von der sie 149,6 Millionen Kilometer entfernt ist. Und sie steht auch nicht still, sondern dreht sich in ungefähr 28 Tagen einmal um sich selbst. Allerdings dreht sie sich an ihrem Äquator schneller als an den Polen, was daran liegt, dass sie aus Gas besteht. Das Licht der Sonne benötigt so rund 8 Minuten bis es uns erreicht. Auf der Oberfläche herrschen rund 5.600 Grad Celsius, im Inneren dagegen 15 Millionen Grad Celsius. Auf der Oberfläche können kühlere Stellen beobachtet werden, die als Sonnenflecken bezeichnet werden. Die Temperatur dort ist rund 1.200 Grad Celsius niedriger. Die Größe dieser Flecken weisen auf die Aktivität der Sonne hin, im Schnitt steigt die Anzahl die Sonnenflecken alle elf Jahre an, wo wir wieder bei dem Sonnenzyklus wären. Der sogenannte Schwabe-Zyklus. Bisher war nicht ganz gelöst, warum diese Periodizität so eintritt.

Im Inneren der Sonne gibt es Plasmaströme, die zwei dynamoartige Prozesse auslösen und so auch für das Magnetfeld der Sonne verantwortlich sein sollen. Der Omega-Effekt beschreibt das zirkulierende Plasma im Inneren der Sonne, das auch leitfähig ist. Es entsteht ein zwei-ringförmiges Magnetfeld, das den Alpha-Effekt beschreibt. Diese Theorie über den Alpha-Omega-Dynamo erklärte bisher aber nicht, weshalb der Sonnenzyklus so chaotisch abläuft. Forscher vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf haben sich jetzt mit der bereits bekannten Tatsache beschäftigt dass sich die Sonne alle 11,07 Jahre mit der Erde, der Venus und Jupiter in einer Linie befindet. Bisher konnte die Wissenschaft keinen Einfluss der Planeten nachweisen.

Die neue Theorie!

Das hat sich jetzt mit einer neuen Theorie geändert: Der Einfluss der Schwerkraft der Planeten ist zwar gering, könnte aber dennoch ausreichend sein, die Aktivitäten der Sonne maßgeblich zu beeinflussen. Der Alpha-Dynamo soll den Forschern nach leichter zu manipulieren sein als bisher angenommen.

“Unsere Berechnungen zeigen, dass planetare Gezeitenkräfte dabei wie winzige Taktgeber von außen wirken”, so der Wissenschaftler Frank Stefani.

Wirken die Kräfte auf das Plasma der Sonne kommt es zur Taylor-Instabilität. Wenn genügend Strom durch das leitfähige Plasma fließ. Dann entsteht durch das auftretende Magnetfeld wieder eine neue Strömung. Die geringe Einflussnahme der Planeten reiche dafür aus.

Stefani erklärt es so, Zitat: “Wenn man einer Schaukel immer nur einen kleinen Schubs gibt, kommt sie mit der Zeit immer mehr in Schwung.”

Das reicht dann aus, um den Alpha-Effekt in Schwingung zu versetzen. Alle elf Jahre kommt es also zu so einem kleinen Schubs, der ausreicht, dass sich das Magnetfeld der Sonne alle elf Jahre umpolt.

Noch hat die Theorie der Forscher nicht alle Fragen zum Sonnenzyklus endgültig geklärt, allerdings sind die neuen Erkenntnisse den Wissenschaftlern zur Folge ein logischer Ansatz die Prozesse zu erklären. Was meint ihr, findet ihr die Erklärung der Wissenschaftler logisch und könnte relativ schwache Kräfte im All weitere große Auswirkungen haben? Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare und wenn Euch das Video gefallen hat, dann empfehlt uns gerne weiter und seid auch beim nächsten Mal wieder dabei wenn es heißt: Clixoom Science & Fiction! Und bis dann, bleibt dran!

Quellen:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20642-2016-09-21.html
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/02/Dossier-Kosmos/seite-4
http://link.springer.com/article/10.1007/s11207-016-0968-0
https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=48313&pNid=3438

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