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Reise zu Aliens?

Beitragsbild: Planetary Habitability Laboratory, Univesity of Puerto Rico at Arecibo

Nur 20 Jahre zum nächsten Stern!

Unter dem Namen Breakthrough Starshot sollen winzige Raumschiffe zur Erkundungszwecken ins All geschickt werden. Die Raumschiffe werden aus einem – nur mit dem nötigsten ausgestatteten – Wafer (Eine kleine, wenige Millimeter dicke Platine) und einem Sonnensegel bestehen. Mit dem Sonnensegel spart man sich jegliche große Antriebstechnologie. Raumschiffe mit Sonnensegel können von der Erde aus mit dem nötigen Schub versorgt werden. Mehrere Laser werden auf die Raumschiffe gerichtet, um sie in minutenschnelle auf 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Durch die Leichtbauweise können die Raumschiffe Strecken, für die andere Gerätschaften (Satelliten o.ä.) mehrere Monate gebraucht haben, in wenigen Tagen oder sogar Stunden zurücklegen. Eines der Hauptziele, das im Zuge des „BREAKTHROUGH STARSHOT“ Projektes, erreicht werden soll ist das Sternsystem Alpha Centauri. Es ist rund 4.37 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Dort ist erst im letzten Jahr ein erdähnlicher Planet entdeckt worden, auf dem es Leben geben könnte. Proxima Cen b. Eine Reise dort hin würde mit herkömmlichen Raumschiffen rund 30-40,000 Jahre dauern. Die „BREAKTHROUGH STARSHOT“ – Schiffe würde das System in 20 Jahren erreichen.

Begleitet wird das Projekt Stephen Hawking, Mark Zuckerberg, Yuri Milner und dem ehemaliger Chef des AMES Research Centers der NASA, Pete Worden Es könnte einen gewaltigen Sprung in der Wissenschaft sorgen. Nur könnte? Forscher des Max-Plank-Instituts für Sonnensystemforschung haben sich dem Projekt gewidmet und die Antwort auf einer der wichtigsten Fragen zur Aufgabe gemacht. „Wie könnte man bei einer solchen Mission die wissenschaftliche Ausbeute optimieren?“. Da die Raumschiffe wahnsinnig schnell durch das Universum schießen werden, bleibt kaum Zeit für umfangreiche Messungen. Genauer gesagt sind es nur wenige Sekunden, dann sind die Raumschiffe schon wieder vorbei geflogen. Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit? Michael Hippke und René Heller haben einen Weg gefunden die Flugbahn zu optimieren.

Dafür gingen sie: „von einer Raumsonde aus, die insgesamt weniger als 100 Gramm wiegt und mit einem 100.000 Quadratmeter großen Segel ausgestattet ist. Das entspricht der Fläche von 14 Fußballfeldern. Mit der Annäherung an Alpha Centauri wächst die Bremskraft. Je stärker die Bremsung ist, desto mehr Geschwindigkeit kann bei der Ankunft abgebaut werden und desto schneller darf die Sonde bei ihrem Start im Sonnensystem sein. […] Gleichzeitig zieht der Stern die Sonde mit seiner Schwerkraft an. Dieser Effekt ließe sich nutzen, um sie auf ihrer Bahn abzulenken; solche Swing-by-Manöver haben Raumsonden in unserem Sonnensystem vielfach ausgeführt. […] Nun könnte sich das Segel so ausrichten, dass der Strahlungsdruck von Stern A die Sonde so stark abbremst und ablenkt, dass diese schon nach wenigen Tagen Alpha Centauri B erreicht und dort nochmals abgebremst in Richtung von Proxima Centauri geschleudert wird.“, so zumindest wird das Vorhaben der Beiden beschrieben.

Neben dem ausgefeilten Flugmanöver gibt es noch andere Stellschrauben an denen gedreht werden könnte. Den Laser könne man beispielsweise durch die natürliche Strahlung der Sonne ersetzen usw.. Es wird also immer realistischer, dass eine solche Reise stattfinden kann und vielleicht entdecken wir dann auch zum ersten Mal Leben auf einem fremden Planeten. Allerdings würde die Reise dann rund 100 Jahre dauern. Das Bremsmanöver frisst ziemlich viel Zeit.

Quellen:
http://www.mps.mpg.de/4819244/news_publication_11008550?c=2163
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21115-2017-02-02.html
http://clixoom.de/konkretes-ziel-fuer-stephen-hawkings-projekt/6495
http://clixoom.de/mit-segel-durch-das-all/6011

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