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Rolltreppen-Studie liefert interessantes Ergebnis!

Rolltreppen dienen als Objekt einer Studie!

Ja tatsächlich und die Studie diente der Stadt London bzw. machte der Stadt London wiederum klar, dass ihnen bald ein Problem ins Haus stehen könnte. Warum? London wächst und wächst. Mit dem Wachstum der Stadt wächst natürlich auch die Anzahl der dort lebenden Menschen und diese müssen ja irgendwie von A nach B kommen. Wenn möglich soll das auch noch umweltschonend vonstatten gehen. Mit einer Rolltreppe befördert man die Londoner zwar nicht zu Arbeit und zurück aber mit dem, häufig mit einer Rolltreppe erreichbaren, U-Bahn System. Britische Forscher haben jetzt herausgefunden wie man in möglichst kurzer Zeit möglichst VIELE Menschen zur U-Bahn bringt. Die Lösung: Rolltreppen ausschalten. Mitten im Londoner Zentrum, in der Holborn Station, führten die Wissenschaftler ihr Feldexperiment durch. Unter einem Feldexperiment versteht man eine Versuchsreihe die unter REALEN Umständen durchgeführt wird. An der U-Bahn Station Holborn wurde also NICHTS verändert außer, dass die Rolltreppen deaktiviert wurden. Nachdem drei Wochen lang zwischen 8:30 Uhr und 9:30 Uhr die Rolltreppen abgestellt wurden, zeigte sich das deutliche Ergebnis der Studie. 16.220 Menschen wurden über die inaktiven Rolltreppen befördert. Bei normalem aktiven Betrieb der Rolltreppen konnten gerade mal 12.745 Personen befördert werden. Mit funktionsuntüchtigen Rolltreppen konnten also fast 30 Prozent mehr Menschen zum U-Bahn System gelangen! Kleiner Haken an der Sache: Die Rolltreppe müsste die Personen mindestens 18,5 Meter in die Höhe befördern. Müssen weniger „Höhenmeter“ zurückgelegt werden, würde der Mensch nämlich eher zur Treppe tendieren als zur selbstfahrenden Treppe. Was aber ist das Problem das daraus resultiert? Das Problem sind die aktiven Rolltreppen. Dem „Guardian“ zur Folge müssten diese, schon in 34 Jahren, 60% mehr Personen transportieren! Funktionierende Rolltreppen könnten den Betrieb also gefährden? Klingt, ohne die Studie in Betracht zu ziehen, sehr ungewöhnlich oder? Wie steht es denn dann um die behindertengerechten U-Bahnhöfe? Wenn alle Rolltreppen ausgeschaltet werden sind doch viele Menschen eingeschränkt? Gibt es überall ausreichend viele Aufzüge? Ihr merkt schon: Es gibt noch eine Menge offener Fragen.

Mehr dazu:
http://www.theguardian.com/uk-news/2016/jan/16/the-tube-at-a-standstill-why-tfl-stopped-people-walking-up-the-escalators
http://www.bbc.com/news/uk-england-london-34926581
http://www.welt.de/wissenschaft/article151318508/So-benutzen-Sie-eine-Rolltreppe-richtig.html

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