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Säure in Ozeanen verursachte größtes Massensterben

Vor rund 252 Millionen Jahren fand das größte Massensterben der Erdgeschichte statt. Ausgelöst wurden die zwei vernichtenden Schläge gegen die Lebewesen auf der Erde durch starken Vulkanismus in Sibirien. Dabei soll viel Kohlenstoffdioxid in die Luft geschleudert worden sein, das die Ozeane nicht aufnehmen konnten. Daraus folgte eine Übersäuerung der Meere, was zum Aussterben vieler Arten zum Ende der Periode Perm führte.

Zugrunde liegt dabei die Reaktion zwischen dem Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2). Daraus entsteht Kohlensäure (H2CO3). Aufgrund dieser Reaktion spielen die Weltmeere eine wichtige Rolle im Gleichgewicht der Atmosphäre, da sie ihr CO2 entziehen und damit auch den Treibhauseffekt beeinflussen können. Zum „Großen Aussterben“ im Perm führte eine gigantische Menge an CO2, die durch vulkanische Aktivitäten in einem kurzen Zeitraum in die Luft gelangte. Um diesen Überschuss zu kompensieren, sank der pH-Wert der Ozeane rapide ab, woraufhin viele Tierarten starben. Allerdings bleiben noch einige Fragen offen, beispielsweise, was die erste Welle des Aussterbens verursacht hat. Die Forscher der Studie sehen in diesem Szenario eine Gefahr für die Zukunft. Der vom Menschen produzierte CO2-Ausstoß hat bereits dazu geführt, dass der durchschnittliche pH-Wert um 0,1 Einheiten gesunken ist. Noch scheint das nicht tragisch zu sein, dennoch warnen die Wissenschaftler vor den Konsequenzen.

Mehr im Artikel des Fachmagazins Science.

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