Selbstheilender Kunststoff erfunden – mit Video

Es ist ein wenig gespenstisch. Grade war noch ein Loch in der Plastiktüte. Jetzt ist es weg. Dieser Kunststoff kann sich selbst reparieren. Wird z.B. ein Loch in dieses Material gerissen wächst es einfach wieder zu. Es fliesst neues Material in das Loch, füllt es wieder auf und härtet aus. Möglich wird das durch ein Kapilarsystem im Material, in dem die Grundstoffe für neuen Kunsstoff enthalten sind. Wie bei einem Zweikomponentenkleber die beiden Komponenten Härter und Binder bleiben sie solange flüssig bis die beiden Substanzen zusammenkommen. Wird der Kunststoff beschädigt, wird auch das Kapilarsystem beschädigt. Jetzt fliessen die beiden Substanzen in die beschädigte Stellen, füllen die Stelle auf und härten aus. Erst wenn die Verletzung komplett repariert ist können die beiden Chemikalien nicht mehr nachfliessen. Der Heilungsprozess stoppt automatisch. Die Verletzung ist komplett verschwunden.

Eingefärbte Aufnahme: So wird der Kunststoff geheilt. Foto: Nathan Bajandas, Beckman Institute, UIUC

Eingefärbte Aufnahme: So wird der Kunststoff geheilt. Foto: Nathan Bajandas, Beckman Institute, UIUC

Dieses Material eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten. Z.B. könnte es in der Raumfahrt eingesetzt werden. Wird z.B. die Aussenhülle eines Moduls einer Raumstation dann durch Partikel wie Weltraumschrottkleinteile beschädigt, kann sie sich innerhalb von wenigen Minuten selbst reparieren. Die Lebensdauer der Raumstation könnte so erhöht werden.

Mehr bei der University of Illinois:

Regenerating plastic grows back after damage | News Bureau | University of Illinois.

Tags Kunststoff

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