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Sind Mars-Mission lebensgefährlich?

Beitragsbild: NASA

Lebensmüde Missionen?

Ein Sievert – so viel Strahlung darf einem Astronauten, in seiner gesamten Lebenszeit, maximal zugemutet werden. Für den normalen Erdbewohner ist es sogar bedeutend weniger! Nach der Rückkehr des Astronauts Scott Kelly, ehemaliges Crew-Mitglied der International Space Station, hatten wir uns schon einmal mit den Nebenwirkungen des Weltalls beschäftigt. Für zukünftig geplante bemannte Mars-Missionen gibt es jetzt eine weitere schlecht Nachricht. Forscher der University of California in Irvine haben neue Erkenntnisse zur Strahlenbelastung im Falle einer Mars-Reise veröffentlicht. Ihren Forschungsresultaten zur Folge ereiche eine Astronautin oder ein Astronaut die maximale Strahlengrenze von einem Sievert schon fast während der Reise zum roten Planeten.

“Das sind keine guten Nachrichten für Astronauten, die einen zweieinhalbjährigen Rundtrip zum Mars und zurück vor sich haben“ – „Die Weltraum-Umwelt birgt für die Astronauten einzigartige Gefahren“ – „Die Belastung durch die Partikel kosmischer Strahlung kann zu einer ganzen Reihe von Problemen des Zentralnervensystems führen – darunter Gedächtnisschwächen, Leistungsdefiziten, Angst, Depression und beeinträchtigte Entscheidungsfähigkeit.“, erklärt Charles Limoli von der University of California in Irvine.

Bei Versuchen mit Mäusen zeigte sich, dass erhebliche Schäden am präfrontalen Cortext und im Hippocampus zu erwarten sind. Auf dem Mars ankommen könnten die Astronauten zwar, aber verlässlich leistungsfähig wären sie aber wohl nicht mehr. Ist eine Mars-Mission also lebensgefährlicher als bisher gedacht?

Quellen:
https://news.uci.edu/research/mars-bound-astronauts-face-chronic-dementia-risk-from-galactic-cosmic-ray-exposure/
http://www.nature.com/articles/srep34774
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20707-2016-10-11.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Sievert_(Einheit)

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