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So verlief die Entwicklung der menschlichen Intelligenz!

Intelligenz: Wie entwickelte sie sich?

Das Thema Intelligenz ist ein sehr wichtiges, nahe zu alle Fortschritte in der menschlichen Geschichte hingen davon ab. Psychologen der Universität in Wien haben 219 Studien, welche mit rund vier Millionen Probanden durchgeführt wurden, aus 31 Ländern verglichen, analysiert und letztendlich ausgewertet. Sämtliche Studien befassten sich mit der Intelligenz der Menschheit. Also mehrere Millionen Intelligenztests sozusagen. Gegenüber dem Fachmagazin „Perspectives on Psychological Science“ sprachen die Psychologen von einem drei Punkte Anstieg pro Jahrzehnt und das weltweit! In den USA beispielsweise stieg der IQ der Bevölkerung innerhalb von 104 Jahren um 30 Punkte.

Intelligenz: Verblöden wir etwa?

Man hört ja oft davon, dass wir Menschen verblöden würden. „Welcher Fluss fließt durch Basel?“Jede Frage wird erstmal gegoogled, man muss sich ja nichts mehr merken es gibt ja Erinnerungs-Apps und vom A nach B kommen brauchen wir gar nicht erst zu reden. Wir werden ja quasi von den Navigationssystemen vor die Haustüre getragen. Im Gegensatz zu noch vor 50 Jahren hat sich aber eben auch tatsächlich etwas in unserem Alltag, in unserem Leben getan. Wer kann denn heute noch beispielsweise seine Hosen nähen? Früher musste man so viele Dinge im Haushalt selbst erledigen, da gab es kein Fachpersonal dafür? Jetzt wird sobald etwas nicht stimmt der Handwerker, der Experte gerufen. Doch wie erklärt man sich denn dann den Anstieg, wenn wir ja so wenig noch selbst machen müssten? Dafür muss man wissen in welchen Bereichen die IQ-Werte angestiegen sind. Im sogenannten Logik und Abstraktionsvermögen. Man nennt das auch die fluide Intelligenz. In einem Test darüber werden so Fragen gestellt wie sie vlt. viele von euch kennen: „12, 24, 19, 31, 26 wie geht es weiter?“ Das sind abstrakte Denkprozesse. Mit solchen werden wir in der digitalen Welt ständig konfrontiert. Der „Log In“ Button führt uns auch direkt zu einem solchen abstrakten Prozess. Benutzerkennung, Passwörter etc. Und wer von euch liest denn nicht MINDESTENS einmal am Tag „Einloggen“? Der Anstieg ist also eigentlich keine große Überraschung, da 1910 keiner sich mal eben schnell auf Youtube, Facebook oder Twitter angemeldet hat. Von Onlinediensten oder den Aufgaben eines Netzwerk-Administrators hat da noch nichtmal einer gehört. Der abstrakte Bereich hat aber erstmal nichts mit dem „Welcher Fluss fließt durch Basel?“ Wissen zu tun.

Also verblöden wir?

Um die Frage beantworten zu können müssten wir Menschen in der kristallinen Intelligenz besser bestückt sein. Klar definiertes Wissen also. Und genau das nimmt sogar ab. Ist ja auch irgendwo klar. Fachpersonal, Fragen werden erst mal gegoogled, Erinnerungen usw. Früher musste man noch wissen, wie man von A nach B kommt. Man musste sich die Straßen ja noch merken. Heute begleitet uns eine freundliche künstliche Intelligenz im Auto, die uns auch noch zum Ziel navigiert. In den letzten 20 Jahren ist die kristalline Intelligenz der Menschen stark stagniert. Von 1910 bis 2013 stieg der Wert nur um 20 Punkte an. Dieses Vorurteil ist also nicht ganz zu unrecht entstanden. Die Auswertung der Studien konnte auch zeigen, welche Faktoren den IQ-Wert beeinflussen und, dass unsere Intelligenz nicht gerade viel mit dem menschlichen Erbgut zusammenhängt. Um wieder zu Vorurteilen zurück zu kommen: Wenn der Papa Arzt ist und ein gutes Studium abgelegt hat, ist der Sohn/die Tochter auch zu solchen Leistungen in Stande. Das ist aber eben nicht zwingend so. Auch die Fortschrittlichkeit der Kontinente/Länder spielt nahezu überhaupt keine Rolle. Die Intelligenz der Menschen in den wenig entwickelte Länder stieg jährlich stellenweise sogar um 1,8 Punkte. Doch was hat denn dann eine Bedeutung für den IQ-Wert?

Bildung ist wichtig!

Eine ganz wichtige Rolle spielt, wer hätte es gedacht, die Bildung. Aber auch die Ernährung und die Gesundheit beeinflussen die Entwicklung der Intelligenz. Um das zu verdeutlichen zogen die Forscher Vergleiche zum 2ten Weltkrieg. Es gab kaum etwas zu essen, der Schulbetrieb lief eher stockend bis gar nicht und von der Gesundheitlichen Situation müssen wir wohl gar nicht erst reden. Folge: Vor dem Krieg stieg der IQ-Wert pro Jahr um 0,6. Während des Krieges flachte der Anstieg auf 0,2 Punkte pro Jahr ab und nach dem Krieg stieg er wieder schnell an. Was uns Menschen heute zum Problem werden kann bei der Entwicklung unserer Intelligenz beschreibt der Forscher Pitschnig: „Irgendwann bringt mehr Nahrung nichts mehr, dann werden die Leute nur noch dicker.“ Er spielt darauf an, dass es den Menschen, auf großen Teilen der Erde, immer besser und besser geht, somit wird der Faktor Ernährung, Gesundheit und Bildung wahrscheinlich immer mehr abgeschwächt werden.

Mehr dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/iq-warum-die-menschheit-immer-schlauer-wird-a-1036825.html

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