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Solarflugzeug: Mit der Sonne um die Welt

Mittlerweile optimiert: Der Vorgänger des Solar Impulse 2 im Jahr 2009 (siehe Bild).

Mit einer Spannweite eines Airbus A380 und nur einem 150-tel des Gewichts eines Superjumbos soll ein Solarflugzeug die Erde umrunden. Dabei sind die Projektleiter des „Solar Impulse 2“ – Flugzeugs Bertrand Piccard und André Borschberg auf das Wetter angewiesen. „Wenn das Wetter mitspielt, starten wir am kommenden Wochenende, um 35.000 Kilometer in Richtung Osten zu fliegen, bis wir wieder hier ankommen“, so Piccard nach den erfolgreichen Tests.

In fünf Monaten um die Welt

Der eigentliche Starttermin wurde bereits von Dienstag auf Samstag verschoben. Grund dafür seien die ungünstigen Witterungsbedingungen, die der ersten Weltumrundung durch ein sonnenkraftbetriebenes Flugzeug einen Strich durch die Rechnung machen würden. Das Flugzeug der beiden Schweizer Entwickler hatte zuvor erfolgreich Tests und Einsatzprüfungen bestanden. Bei seinem Flug soll „Solar Impulse 2“ Tag und Nacht ohne einen Tropfen Treibstoff in der Luft bleiben können. Die Welt soll damit innerhalb von fünf Monaten einmal umflogen werden. Insgesamt soll es aber nur 25 Flugtage geben. Das vorherige Modell der beiden Entwickler Piccard und Borschberg schaffte es immerhin einmal quer über die USA.

Das Solarflugzeug fliegt auch bei Wolken

Die geplante Route verläuft über Maskat im Oman über Indien und China bis in die USA. Von New York aus wollen die Entwickler dann über den Atlantik nach Südeuropa oder auch nach Nordafrika und schließlich Ende Juli oder Anfang August zurück an den Persischen Golf führen. Bei der Überquerung des Pazifiks oder des Atlantiks sind die Piloten etwa fünf Tage und Nächte hintereinander in der Luft. Um den Flug dabei angenehmer zu gestalten wurde das Cockpit so vergrößert. dass sich beide Piloten ausgestreckt hinlegen können. Auch die Nutzlast wurde vergrößert. Der große Unterschied zwischen „Solar Impulse 2“ und seinem Vorgänger sei, dass jetzt auch bei geringen Wolkenschichten geflogen werden kann. Das Vorgängermodell benötigte noch klaren blauen Himmel. „Auch wenn es am Tag teilweise bewölkt ist, kommen wir damit klar“, sagte André Borschberg. Zudem gibt es für die Piloten eine Autopiloten-Funktion, eine Toilette, einen Business-Class-Sitz und genug Platz, um sich auszubreiten.

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