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Tschuri: Leben im All!

Beitragsbild: ESA/ Rosetta/ MPS/ OSIRIS/ UPD/ LAM/ IAA/ SSO/ INTA/ UPM/ DASP/ IDA

Mikroorganismen auf Tschuri!

Wir berichteten schon häufig von der Mission „Rosetta„. Herzstück der Mission ist „Philae“. Philae ist ein kleines, hochtechnologisches Labor, das letzten November auf dem Kometen Tschuri gelandet ist.
Vor vier Tagen verkündete der Forscher Max Willis, von der Universität Cardiff, neues über den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko. Die Royal Astronomical Society veröffentlichte seine Erkenntnisse. Es sollen lebende Mikroorganismen dort hausen. Tschuri wäre für diese sogar ein um einiges angenehmerer Lebensraum als die Antarktis/Arktis.
Auf Grund von früheren Beobachtungen vermuten die Wissenschaftler schon länger, dass es auf Tschuri lebendige Organismen geben müsse. Ein Komet wie dieser würde eigentlich Licht reflektieren, Tschuri tut das nicht. Die Ursache glauben die Forscher bereits gefunden zu haben: Organisches Material, also Leben. Letzte Aufnahmen Tschuris zeigen große Krater. Unter der Kometen-Oberfläche wären unterirdische Hohlräume, die nach und nach brüchig werden und zusammenbrechen. Mikroorganismen würden daran mit Schuld sein. Der bisher nicht belegbaren Theorie zur Folge steige die Aktivität der Lebewesen und somit auch die Kraterbildung. Je näher Tschurjumov-Gerasimenko der Sonne kommt, desto aktiver würden sich eben auch die Krater bilden.

Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team

Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team

In den letzten Monaten bereitete Philae immer wieder Schwierigkeiten. Erst landete das Labor mehr oder weniger unkontrolliert und verlor dabei jede Menge Instrumente und dann konnte kein Kontakt zu Philae hergestellt werden. Das durch Sonnenenergie betriebene Labor verkeilte sich, Vermutungen zur Folge, zwischen schattenspendenden Felsspalten. Die gespeicherte Energie reichte nicht mehr lange um Informationen an die Bodenstationen zu schicken. Der Kontakt brach ab. Erst nach Wochen erreichten wieder vereinzelte Sonnenstrahlen Philae. Überraschend meldete sich das kleine Labor bei ihren „Besitzern“ zurück.

Mehr dazu: 

https://www.ras.org.uk/news-and-press/2654-do-micro-organisms-explain-features-on-comets

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/tschuri-mikroorganismen-koennten-oberflaeche-geformt-haben-a-1042708.html

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