Unser Sonnensystem: Der Jupiter

Jupiter ist neben seiner Größe auch noch der massenreichste Planet in unserem Sonnensystem. Durch seine extreme Masse, also dem 312-fachen der Erde,  ist er auch der mit der stärksten Anziehungskraft und wirkt auf Kometen und Asteroiden quasi wie ein kosmischer Staubsauger. Sein Durchmesser beträgt etwa das 11-fache von dem unserer Erde, jedoch würde sie ganze 1.300-mal in den Jupiter hineinpassen. Seine Dichte hängt davon ab, wie Tief wir in den Planeten reinschauen. Im Inneren ist der Druck etwa 30 Millionen Mal stärker als an der Oberfläche der Erde.

Wirbel und Stürme auf dem Jupiter

Und obwohl er so groß und so schwer ist, dreht er sich in nur zehn Stunden um die eigene Achse, damit ist er der schnellste rotierende Planet im Sonnensystem. Interessant dabei ist, dass Jupiter selbst keine feste Oberfläche hat. Trotzdem wird er vermutlich einen festen Kern aus Gestein und Eis haben. Von außen sieht man aber nur die riesige Gasoberfläche. Die Gasbände bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen, dadurch entstehen ziemlich starke Wirbel und Stürme. Der größte davon ist der große rote Fleck, der etwa 3-mal so groß ist wie unsere Erde. Sehr wahrscheinlich hat sich Jupiter aus der damaligen solaren Nebel gebildet.

Der Jupiter braucht etwa 4.300 Erdtage, um die Sonne einmal zu umkreisen, umgerechnet sind das also um die zwölf Jahre. Die Temperaturen auf dem Planeten liegen bei etwa -108 Grad Celsius. Damit ist der Jupiter in der Reihenfolge auch der erste Planet, der keine Plus-Grade mehr hat. Zumindest im äußeren Bereich, denn desto weiter wir in den Jupiter hinein schauen, desto höher werden auch die Temperaturen – in seinem Kern herrschen sogar Temperaturen von 30.000 Grad. Der Jupiter hat auch nicht nur zwei Monde, auch keine drei, sondern insgesamt 67 Monde. Die drei größten davon sind Io, Europa und Ganymed. Io ist dabei der vulkanisch aktivste Himmelskörper im gesamten Sonnensystem, während es auf Europa unter einer Kilometer dicken Wassereishülle einen vielleicht 100 Kilometer tiefen Ozean mit flüssigem Wasser gibt. Und selbst auf Ganymed könnte es einen leicht salzhaltigen Ozean unter der Oberfläche geben. Ganymed ist auch der größte Mond des Sonnensystems, selbst größer als Merkur. Die Galileo Sonde hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch die Atmosphäre von Jupiter durchzufliegen, um zu sehen was passiert. Abgebremst wird sie davon mit Fallschirmen. Nach etwa 40 Minuten ist sie an einem Punkt angekommen, an dem die Atmosphäre 10-mal so dicht ist wie auf der Erde und nach einer Stunde wird sie von dem enormen Druck einfach zerquetscht.

Einschläge, die stärker als eine Atombombe waren

Was man auf den ersten Blick nicht sieht ist, dass der Jupiter ähnlich wie der Saturn einen Ring hat. Dieser ist aber auch nur ganz fein, besteht allerdings aus Millionen von Brocken, die aber auch erst sehr spät entdeckt wurden, da sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Wahrscheinlich sind diese Brocken aufgrund von Einschlägen auf den Monden entstanden. Apropos Einschläge: 1994 ist der Komet Shoemaker-Levy 9 beim Eintritt in die Atmosphäre zerplatzt und die einzelnen Teile flogen dann nacheinander auf den Jupiter ein. Dabei war jeder Einschlag stärker als eine Atombombe.Vielen Dank an Thomas vom Kanal AllesPhysik für diesen Beitrag!

No comments

Add yours