Unser Sonnensystem: Der Mars

Der Mars ist zwar nur halb so groß wie unsere Erde, aber ansonsten gibt es gar nicht so viele Unterschiede. Eine Atmosphäre, auch wenn sie nur wirklich sehr dünn ist, Jahreszeiten hat er auch und ein Tag dauert etwas mehr als 24 Stunden. Aber es ist sehr kalt auf dem Mars. Im „Marssommer“ können die Höchsttemperaturen schon einmal um die 20 Grad Celsius heiß werden, die Durchschnittstemperatur liegt aber bei etwa -50 Grad. Bis er die Sonne einmal umrundet hat, dauert es fast 690 Tage, also fast zweimal so lang wie die Erde. Zudem bewegt er sich rund eineinhalb mal so weit von der Sonne entfernt, das sind also 1,5 Astronomische Einheiten.

Zwei Monde umkreisen den Mars

Bereits 1976 hat eine Viking Sonde herausgefunden, dass es unter der Marsoberfläche Eis geben muss. Und auch heute sehen wir es anhand der Curiosity Mission der NASA. Da wir auf dem Mars zum Beispiel Sedimentgestein durchsetzt mit Kieseln gefunden haben, geht man davon aus, dass es dort einmal Wasser gegeben haben muss. Die Oberfläche des Mars kann man auch in zwei Teile aufteilen: Im Norden liegen die eher jungen Lava-Ebenen und im Süden findet man viele ältere Krater. Und ja, auch auf dem Mars lassen sich Vulkane identifizieren, die aber wahrscheinlich schon seit Urzeiten keine Funktion mehr haben. Und wir sehen schon, Venus, Erde, Mars, hier überall gibt es beziehungsweise hat es einmal Vulkane gegeben. Diese sind also kein Einzelphänomen der Erde. Die Sandstürme, die es auf dem Mars gibt, können Wochen dauern und den gesamten Planeten in roten Staub hüllen. Wir haben übrigens bessere Karten vom Mars als vom Grund unseres Ozeans.

Zwei Monde hat der Mars auch, Phobos ist der größere davon und auch der, der am nächsten am Planeten dran ist – in einer Entfernung von nur 9.000 Kilometern. Bis er den Mars einmal umrundet hat, braucht er auch nur etwas mehr als 7,5 Stunden. Und dadurch, dass Phobos nicht kugelförmig ist, sondern eine ziemlich unregelmäßig Form hat, ist er an der breitesten Stelle zwar 26 km dick, aber an der dünnsten Stelle nur 18 km dünn. Und 18 km sind für einen Mond quasi nichts. Wobei Deimos, der zweite Mars-Mond, ist sogar nur halb so groß ist. Er braucht dafür aber mit über 30 Stunden auch fast viermal so lang um den Mars zu umrunden. Und ja, sie sehen so aus, als wären sie zwei Asteroiden und das sind sie wahrscheinlich auch. Denn angenommen wird, dass beide Marsmonde eigentlich nur zwei Asteroiden sind, die einfach nur in der Mars-Umlaufbahn eingefangen wurden.

Der Mars besitzt den größten Berg unseres Sonnensystems

Eine der bekanntesten Eigenschaften des Mars ist Olympus Mons, dieser gilt nämlich als höchster Berg im gesamten Sonnensystem. Genau genommen ist er ein Vulkan, der nicht nur viermal so groß wie unser Mount Everest ist, sondern auch noch einen Durchmesser von fast 600 Kilometern hat, womit er sich sogar über die Krümmung des Planeten streckt. Man ist sich allerdings nicht wirklich sicher, ob er noch aktiv ist. Ansonsten hätten wir noch Valles Marineris: Mit einer Länge von 4.000 Kilometern und einer Tiefe von bis zu sieben Kilometern ist es eins der größten Grabenbruchsysteme im Sonnensystem.

Vielen Dank an Thomas von AllesPhysik für diesen Beitrag!

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