Unsichtbar werden ist möglich!

Forscher der Universität von Rochester haben ein neuartiges Tarngerät entwickelt, das Dinge unsichtbar macht. Dazu nutzen sie einfache Linsen, die bei jedem Optiker erhältlich sind. Mit Hilfe von insgesamt vier Linsen wird das Licht um den Gegenstand, der verschwinden soll, herumgeleitet. So ist es möglich, Dinge unsichtbar zu machen. Das Besondere dabei ist, dass der Hintergrund weiterhin sichtbar bleibt. Wie es im Video dargestellt ist, verschwinden Gegenstände hinter der Linse.

Unsichtbar wie bei Harry Potter

Inspiriert wurden die Forscher unter anderem von J. K. Rowlings Geschichten um den Zauberer Harry Potter. Er besitzt einen Umhang, der ihn unsichtbar macht, also vollständig verschwinden lässt. Betrachtet man einen Gegenstand durch die Linsen, passiert genau das selbe. Im Video erklärt der Physikstudent Joseph Choi, der an der Entwicklung des Geräts beteiligt war, dass die Apparatur noch viel größer werden könne. Und zwar so groß, wie Linsen eben produziert werden können. Den amerikanischen Wissenschaftlern ist damit die erste Versteck-Technologie gelungen, mit der Dinge dreidimensional und vor allem dauerhaft unsichtbar gemacht werden können. Damit das funktioniert, müssen die Linsen in einem exakten Abstand zueinander stehen, schreiben die Forscher auf der Homepage der Universität. Zudem könne das gesamte Lichtspektrum damit verhüllt werden. Bei anderen Geräten dieser Art konnten die Wissenschaftler nur einen Teilbereich des Lichts verschwinden lassen.

Sogar zum Nachmachen!

Ein kleines Problem gibt es aber doch: Die verhüllte Fläche hat nämlich die Form eines Rings. Die Wissenschaftler erklären, dass die Linsen das Licht beugen und mitten durch das Gerät leiten. Deshalb könne ein Gegenstand, der sich auf der Mittelachse durch die Linsen befindet, nicht unsichtbar gemacht werden. Genau das wird im Videomaterial auch gezeigt. Im Video spricht Joseph Choi allerdings an, dass es noch komplizierter strukturierte Versionen des Versuchsaufbaus gibt, die das Problem lösen. An künftigen Einsatzgebieten mangle es nicht, meinen die Forscher. Besonders in der Chirurgie könnte eine Brillenkonstruktion verwendet werden. So könnte der Chirurg durch seine Hände hindurchsehen und noch präziser arbeiten. Total praktisch: Die einfache Apparatur kann von jedem nachgebaut werden. Auf der Homepage der Universität veröffentlichten die Forscher dazu eine Bauanleitung.

Mehr auf der Homepage der Universität von Rochester.

Wie man sich sonst noch unsichtbar machen kann, erklärt Leon vom Kanal 100SekundenPhysik in diesem Beitrag.


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