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Unwetterwarnung für Süd- und Westdeutschland

Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Freitag, 26.12.2014, 21:18 Uhr

Nachts örtlich Glätte, im Süden noch etwas Schnee. Ab den Frühstunden
im Westen und Südwesten teils unwetterartige Schneefälle, in
Hochlagen starke Schneeverwehungen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Samstag, 27.12.2014, 21:00 Uhr:

Mit einer nordwestlichen Strömung ist polare Meeresluft nach
Deutschland eingeflossen. Am Samstag wird der Südwesten Deutschlands
von einem kräftigen Schneetief beeinflusst.

Heute Nacht fällt im Süden noch gebietsweise Schnee, vor allem an den
Alpen in Staulagen kommen nochmals bis zu 5 cm Neuschnee zusammen.
Aber auch dort klingen die Schneefälle weiter ab. Ansonsten gibt es
gebietsweise Glätte durch überfrorene Nässe. Im Laufe der Nacht
kommen im Westen und Südwesten dichte Wolken auf und bei Temperaturen
um den Gefrierpunkt setzt in den Frühstunden teils kräftiger
Schneefall ein. Sonst gibt es bei teils längerem Aufklaren besonders
im Osten mäßigen, in den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen
auch strengen Frost.
Der Wind frischt im Südwesten allmählich aus südlichen Richtungen
auf, in den Frühstunden gibt es in freien Lagen starke Windböen Bft.
7, in den Kamm- und Gipfellagen der südwest- und westdeutschen
Mittelgebirge auch stürmische Böen oder Sturmböen Bft. 8 bis 9.
In einigen Erzgebirgstälern kann es bei längerem Aufklaren strengen
Frost unter -10 Grad geben.

Am Samstag schneit es im Westen und Südwesten, am Nachmittag auch im
gesamten Süden teils kräftig. Im Südwesten fällt in tiefen Lagen
vorübergehend auch Schneeregen oder Regen. Dabei kann es in
Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Südhessen
oberhalb von etwa 200 bis 400 m lokal über 15 cm Neuschnee geben. Im
höheren Bergland sind Neuschneemengen um 30 cm möglich mit
unwetterartigen Schneeverwehungen. In mittleren Höhenlagen kann es
auch zu Schneebruch kommen.
Der Wind weht im Westen und Südwesten weiterhin mäßig, in freien
Lagen auch mit starken Windböen Bft. 6 bis 7. Im Bergland West- und
Süddeutschland und auf den Alpengipfeln gibt es stürmische Böen oder
Sturmböen Bft. 8 bis 9, auf exponierten Gipfeln (Feldberg, Zugspitze)
eventuell auch mal schwere Sturmböen Bft. 10. Er kommt im Südwesten
und auf den Gipfeln der Alpen bzw. des Schwarzwaldes aus West, sonst
aus Südost bis Ost.
Im Norden und Osten ist, abgesehen von vereinzelter Glätte, nicht mit
Warnungen zu rechnen.

In der Nacht zum Sonntag zieht sich der Schwerpunkt der Schneefälle
mehr und mehr in die Südhälfte zurück, wobei die Intensität deutlich
nachlässt. In Südostbayern fallen dabei, wenn überhaupt, nur wenige
Zentimeter. Sonst kommen nochmals 2 bis 10 cm zusammenvor allem im
Schwarzwald, in der Schwäbischen Alb und im Allgäu auch noch bis 15
cm.
Der Wind weht im Süden und Südwesten in freien Lagen in Böen noch
stark, nach Süden zu anfangs noch aus West, sonst aus Ost bis
Nordost. In den Kamm- und Gipfellagen kann es stürmische Böen oder
Sturmböen und Schneeverwehungen geben.
In der Nordhälfte und zunehmend auch in der Mitte bleibt es trocken
und nur gebietsweise gibt es Glätte durch überfrorene Nässe. Im
Erzgebirge kann es erneut stellenweise strengen Frost geben.

Unwetterwarnung vor starkem Schneefall/starken Schneeverwehungen:
Ab der zweiten Nachthälfte im Westen und Südwesten einsetzender
starker Schneefall, dabei Neuschneemengen von teilweise über 15 cm
innerhalb von 12 Stunden. Oberhalb 600 m gibt es starke
Schneeverwehungen im Zusammenhang mit Böen um 70 km/h (Bft 8). In
tiefen Lagen Südwestdeutschlands kann es vorübergehend auch Regen
oder Schneeregen geben.
Ab dem Morgen auch im Bereich des Schwarzwaldes (oberhalb 800 Meter)
Unwetter durch starke Schneefälle mit 20 bis 40 cm Neuschnee. Bei
zeitweisen Sturm- und schweren Sturmböen starke Schneeverwehungen und
Schneebruch.

Warnung vor Schneefall/Glätte:
Nachts gebietsweise Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe, in
Bayern noch etwas Neuschnee, an den Alpen auch teils um 5 cm.
In den Frühstunden im Westen und Südwesten stärkere, teils
unwetterartige Schneefälle.

Mehr Infos bei http://www.wettergefahren.de/

Copyright Deutscher Wetterdienst

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