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Virus bei IT-Sicherheitsfirma entdeckt!

Kaspersky findet Virus im eigenen System

Das in Russland angesiedelte Unternehmen Kaspersky Lab kümmert sich schon seit Jahren um die Sicherheitsbedürfnisse ihrer Kunden. Jetzt sind sie sozusagen ihr eigener Kunde geworden.
Anfang des Jahres fanden sie einen Virus auf ihren eigenen Netzwerken. Allerdings sei der Virus schon monatelang im System gewesen. Keiner hatte es bemerkt. Der Schädling weise Ähnlichkeiten zu Duqu auf. 2011 sorgte dieser für große Aufregung. Nach Aussagen eines Kaspersky Analyst, hatte der Programmierer von Duqu damals besonders geopolitische Ziele im Visier.
Der „Duqu 2.0“, wie er von dem Unternehmen genannt wird, habe sich jetzt für die Technologien des Kaspersky Lab, sichere Betriebssysteme und aktuelle Projekte der Firma interessiert.

„Dahinter stecken keine Onlinekriminellen, wir haben es wohl mit staatlichen Angreifern zu tun.“ – Vitaly Kamluk

Genaue Angaben zu den Schaffern des Virus gibt Kaspersky noch nicht. Im Auge jedoch haben sie bereits den israelischen Staat. Dezente Spuren würden darauf hinweisen.

Transparenz solange die Kunden nicht gefährdet werden

Dass ein Unternehmen, das für Sicherheit steht, ein solchen Vorfall öffentlich macht ist nicht gerade üblich. Kaspersky äußert sich offen und soweit sehr transparent über die Geschehnisse. Man gebe aber keine Informationen, die ihre Kunden gefährden können.
Die Sicherheitsbehörden Britanniens und Russlands seien bereits in Kenntnis gesetzt worden. Auch Microsoft weis bescheid, da die Angreifer eine Schwachstelle im Windows-System ausmachten und zu ihren Gunsten nutzten.
Wie der Virus auf ihre Systeme gelangt ist habe sich schon geklärt. Man hat einen Mitarbeiter als Auslöser ausgemacht. Er habe eine gut getarnte E-Mail, von den Angreifern, mit einem ungefährlich erscheinendem Anhang geöffnet. Im Anhang: Der Virus.

Mehr dazu: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kaspersky-virenjaeger-entdeckt-virus-bei-sich-selbst-a-1037898.html

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