Wird ein Gammablitz die Erde zerstören? – Der hellste Blitz aller Zeiten

Der Gammablitz GRB130427A wird unter Experten nur noch „Das Monster“ genannt! Kann ein solcher Blitz das Leben auf unserer Erde zerstören? Clixoom Science und Fiction aktuell

So etwas haben die Astronomen weltweit noch nie gesehen. Der auf englisch Gammarayburst kurz GRB 13 0427A übertraf sogar die Messbereiche, der speziell für die Messung von Gammablitzen gebauten Satelliten. Die NASA lud dieser Tage zur Audiokonferenz über den stärksten Blitz aller Zeiten ein. Die Daten sind ausgewertet, ein Irrtum ist ausgeschlossen. Der Blitz, der am 27. April 2013 die Erde traf, war der stärkste Gammablitz, der je im Weltall beobachtet wurde. Der Satellit Fermi war gerade dabei sich neu auszurichten, als er um 21:47 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit 3:47 h EDT (korrekt?)  einen extrem starken Gammarayburst einfing. Es war GRB 13 0427A. Nur eine Minute später waren weltweit die automatisierten Radioteleskope auf den Blitz gerichtet und konnten die Explosion exakt beobachten. Was sich dort dann am nördlichen Nachthimmel im Sternbild des Löwen abspielte brach alle Rekorde.

Dieser Blitz war mit 94 Gigaelektronenvolt so stark, dass die Messbereiche des Satelliten nicht mehr ausgereicht haben. Der Blitz war 35 Milliarden mal so stark wie sichtbares Licht und dreimal stärker, als der bisher stärkste gemessene Gammablitz. Bei diesem Burst wurde in 10 Sekunden mehr Energie freigesetzt, als die Sonne in Milliarden von Jahren.

Aber was war passiert? 3.6 Milliarden Lichtjahre entfernt ist wohl ein Stern mit 20-30 Sonnenmassen aber nur der 3-4fachen Größe unserer Sonne zu einem schwarzen Loch oder einer Supernova kollabiert. In dieser Sekunde wird der Gammablitz ausgesendet und leuchtet dann noch ein paar Minuten, Tage oder Wochen nach. Bei GRB 130427A war dieses Nachleuchten deutlich stärker: Noch Monate nach dem Blitz konnte das Nachleuchten beobachtet werden.

Gut, dass das nicht in unserer Galaxie und in unserer Nähe passiert ist. Am 27. Dezember 2004 war das anders: GRB 041227 war nur 50.000 Lichtjahre entfernt und sogar auf der Erdabgewandten Seite konnte die vom Mond reflektierte Strahlung gemessen werden. Würde ein solcher Gammburst noch näher stattfinden, also weniger als 500 Lichtjahre, dann wären die Folgen wohl katastrophal. Das ist zwar immer noch sehr, sehr weit weg. Der Blitz selbst wäre auch vollkommen harmlos. Die Nebenwirkungen aber nicht. Er bildet soviel Stickoxyd durch Ionisierung auf der Seite der Erde, die getroffen wird, dass die Ozonschicht weltweit zerstört wird. Die UV-Strahlung der Sonne wird dann ungebremst auf die Erde treffen und nahezu alles Leben vernichten. Selbst wenn man sich vor der Strahlung schützen würde. Es gäbe keine Nahrung mehr. Sie wäre verbrannt.

Vor 443 Millionen Jahren könnte genau das passiert sein. 50% aller Arten sind damals sind ausgestorben. Und das Muster des Beginns dieses Aussterbens passt zu einem Gammablitz. Das Leben auf der Erde kann also von einem Gammablitz zerstört werden, aber die Gefahr gottseidank ist gering.

Und was diese Gammabursts damit zu tun haben, dass wir vielleicht nur in einer Matrix leben und eine Projektion sind, das erzähle ich demnächst mal.

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