Wird Las Vegas wegen Dürre geschlossen? – mit Video

Video: NASA

Die Dürre im Südwesten der USA hat ein erschreckendes Ausmaß erreicht. Seit 14 Jahren hält sie nun schon an und es kann noch länger dauern. Satellitendaten zeigen jetzt, dass auch Grundwasser massiv verbraucht worden ist. Niemand weiß, wie lange das Wasser in der Region noch reicht. Betroffen ist unter anderem Las Vegas, dass ohne das Wasser aus den dortigen Stauseen zumachen muss.

Die Satellitendaten des Grace-Satelliten brachten eine böse Überraschung ans Licht: Nicht nur das Wasser in den großen Stauseen im Südwesten der USA sinkt immer weiter. Auch das Grundwasser schwindet in erheblichem Umfang. Zwischen Dezember 2004 und November 2013 sind im Colarado-Flussbecken etwa 65 Kubikkilometer Wasser verloren gegangen. Das ist eine umglaubliche Menge. Das ist das doppelte Volumen des größten Stausees der USA, des Lake Meads. Stephanie Castle ist Wasserspezialistin an der University of California in Irvine. Sie hat schlimme Vorahnungen. Das Problem ist für sie, dass niemand weiß, wie viel Wasser noch da ist. Sie sagt: „Wir wissen nicht genau, wie viel Grundwasser noch übrig ist. Deshalb kann auch niemand sagen, wann es verschwunden ist.“ Betroffen von einem Wassernotstand wären 40 Millionen Menschen und 16.000 Quadratkilometer landwirtschaftliche Flächen.

Die Forscher befürchten, dass das erst der Anfang ist. Studien haben herausgefunden, dass diese Region eigentlich im Schnitt viel trockener ist, als in den letzten 100 Jahren. Jeweils 850 und 1300 nach Christus gab es dort 200 Jahre dauernde Megadürren. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass die gesamte Region in absehbarer Zeit aufgegeben werden muss.

Mehr Infos gibt es hier:

Parched West Is Using Up Underground Water: NASA/UCI

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