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WM 2014 – Besiegt trotz Top-Spielern? Top 5 Science-Facts über die WM

Foto: Thomas Müller – picture alliance / ATP

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Verlieren trotz Top-Spielern? Der beste WM-Ball aller Zeiten? Das Endspiel ausrechnen? und noch mehr Fragen werden jetzt beantwortet. Hier sind die Top 5 Science-Facts zur WM bei Clixoom Science & Fiction:

 

Auf der Fünf der wichtigsten Science-Facts zur Fußball-WM 2014: Bei der WM 2014 spielt Technik und Wissenschaft eine immer größere Rolle. Das fängt schon beim WM-Fußball an Brazuca an. Der aktuelle WM-Ball hat nämlich eine besonders stabile Flugbahn. Das hängt unter anderem mit seiner Hülle zusammen, die aus lediglich sechs Feldern besteht. Das hat zur Folge, dass auch die Gesamtlänge der Naht mit 1 Meter 98 besonders kurz ist. Über „Flattern“ wird sich bei diesem Ball wohl niemand beschweren. Das haben Forscher der japanischen Universität Tsukuba herausgefunden. Sie haben unterschiedliche Bälle mit 6-32 Feldern verglichen und festgestellt, dass die Nahtlänge eine wichtige Rolle für die Flugbahn spielt. Cafusa, der Ball des Confedcups im letzten Jahr flog deutlich unruhiger. Er hatte mit 4 Metern 47 eine fast doppelt so lange Naht. Bei Tests mit einem Schussrobotern unterschied sich seine Flugbahn nach 25 Metern Distanz um drei Meter in der Senkrechten!

Auf der Vier: Ja, bei der FIFA-WM gibt es Torlinientechnik! Sie wurde bereits erfolgreich beim Spiel Frankreich:Honduras angewandt. Tore, die keine Tore sind, sollten uns also bei der Fußball-WM erspart bleiben. Eingesetzt wird eine deutsche Technik namens GoalControl. Das neu gegründete Unternehmen aus Würselen bei Aachen hat ein System entwickelt bei dem das Tor jeweils von sieben Kameras überwacht wird. Sie erkennen dabei ein Tor nur, wenn der Ball von vorne durch einen virtuellen Vorhang zwischen den Latten und der Torlinie fliegt. Der Schiedsrichter bekommt eine Uhr, auf der ihm angezeigt wird, ob es ein Tor, auf englisch Goal, war oder nicht. Phantomtore sollen so ausgeschlossen sein.

Auf der Drei: Wettbetrug ausgeschlossen! Die FIFA arbeitet bei dieser WM mit spezieller Analysesoftware, die Spielmanipulationen aufdecken soll. Die Software beobachtet die Wettquoten und Einsätze weltweit und gleicht sie mit dem Spielgeschehen ab. Die Software arbeitet dabei mit ähnlichen Algorithmen, mit denen auch die Wettquoten errechnet werden und kann so Auffälligkeiten aus den Daten heraus rechnen. Faktoren sind die bisherigen Begegnungen der jeweiligen Mannschaften, die letzten Spielergebnisse oder die Spielstärke im Heimatland und im Ausland. Es wird spannend, ob wir während der WM etwas von dieser Analysesoftware zu hören bekommen.

Auf der Zwei: Der Verlauf der WM kann ausgerechnet werden. Wow! Die Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz der Freien Universität Berlin hat einen Simulator für die Fußball-Weltmeisterschaft entwickelt. Anhand von verschiedenen Kriterien errechnet der Simulator Wahrscheinlichkeiten für die Teilnahme an den verschiedenen Stufen des Turniers, wie z.B. dem Viertelfinale. Die Software ist dabei über eine Software für jeden zugänglich. Zum Berechnen kann dabei jeder unterschiedliche Kriterien gewichten, so dass der Simulator sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern kann. Mit dabei sind z.B. Rankings der Mannschaften, das Durchschnittsalter, Marktwert der Spieler oder auch der Heimvorteil. Der Simulator spielt die WM dann 10.000 Mal durch und zeigt die Teilnahmewahrscheinlichkeiten an.

Foto: picture alliance / CITYPRESS24 Verloren wegen zu vielen Top-Spielern in der Mannschaft? Die Spanier bei der WM 2014

Foto: picture alliance / CITYPRESS24 Verloren wegen zu vielen Top-Spielern in der Mannschaft? Die Spanier bei der WM 2014

Und die Eins: Zu viele Top-Spieler sind schlecht für die Mannschaft! Wie bitte? Man kann doch nicht genug haben! Falsch! Eine Studie der INSEAD Business School in Fontainebleau hat das jetzt in einer Studie erforscht. Die Business Scholl hat dafür die Qualifikationsphasen für die WM 2010 und 14 untersucht. Für jede Mannschaft haben die Wissenschaftler ermittelt, wie viele Spieler aus Top-Vereinen kamen und wie die Nationalmannschaften dann gespielt haben. Das Ergebnis ist verblüffend: Steigt der Anteil von Top-Spielern auf über 60 Prozent nimmt die Mannschaftsleistung ab. Viel hilft nicht viel, zumindest in einer Fußballmannschaft wenn es sich um den Anteil der Topspieler handelt. Das sollten die WM-Trainer bei den Mannschaftsaufstellungen in den nächsten Wochen beachten.

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