Zukünftige Weltraumprojekte

Welche Weltraumprojekte stehen uns in der Zukunft bevor? Und welchen Nutzen sollen sie bringen? Hier einige Beispiele mit wirklich interessanten Missionen!

Das James Webb Space Teleskope

Ursprünglich sollte das James Webb Space Teleskope schon 2014 starten. Dann fand man allerdings heraus, dass die Kosten doch ein bisschen höher werden als gedacht. Man erwartet sich von dem Teleskop, dass das Licht der ersten Sterne und Galaxien gefunden wird und allgemein die Struktur von Galaxien besser untersucht werden kann. Damit würde die Suche nach Exoplaneten und die damit verbundene Suche nach Leben um einiges leichter werden. Das Teleskop selbst soll dabei ganze 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt positioniert werden um sicher zu gehen, dass die Beobachtungen durch die Wärmestrahlung des Teleskops nicht verfälscht werden. Das Teleskop muss sich dabei in einem sehr kalten Zustand befinden, weswegen das auf der Sonne abgewandten Seite passiert. Der Vorteil, wenn sich das Teleskop bei diesem Langrange 2 Punkt befindet ist, dass wir viel länger einen bestimmten Punkt belichten und somit auch beobachten können. Das Hubble Weltraumteleskop zum Beispiel umkreist die Erde, weswegen wir nur 40 Minuten belichten können. Außerdem ist es viel unwahrscheinlicher am L2 Punkt von Weltraumschrott getroffen zu werden. Der Treibstoff, der direkt mitgeliefert wird, sollte für etwa 10 Jahre, mindestens aber für 5 Jahre reichen.  Der einzige Nachteil wäre natürlich die hohe Entfernung, das heißt, geht irgendetwas kaputt oder muss irgendetwas optimiert werden, müssen wir auch erstmal diese 1,5 Millionen Kilometer zurücklegen. Etwa sechs Tonnen soll das Gerät wiegen und der Hauptspiegel soll einen Durchmesser von 6,5 Metern haben. Vom Preis her geht man momentan von 8,7 Milliarden Dollar aus. Mit 300 Millionen Euro trägt auch Europa seinen Teil zum Projekt bei. Und nach heutigem Stand soll das James Webb Space Teleskope frühestens 2018 starten.

Der Jupiter Icy Moon Explorer

Auf Deutsch Jupiter Eismond Erkunder genannt wird eine Sonde, die mit elf Instrumenten versuchen wird, mehr über die vier größten Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto herauszufinden. Io ist dabei der vulkanisch aktivste Himmelskörper im Sonnensystem und Europa, Ganymed und Kallisto werden vermutlich alle einen Ozean unter der sehr dicken Eisoberfläche haben. Mitte 2022 soll die Raumsonde starten und bis 2033 alle geplanten Experimente durchgeführt haben.

PLATO

PLATO wird eine Sonde, die ähnlich wie das James Webb Space Teleskope nach extrasolaren Planeten suchen soll. Nur dass die Sonde genau darauf spezialisiert ist und hauptsächlich nach erdähnlichen Planeten in der habitablen Zone um sonnenähnliche Sterne suchen soll. Spätestens 2024 soll das Projekt starten und mindestens sechs Jahre lang mit 34 Teleskopen und Kameras eine Millionen Sterne untersuchen. Geleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt , kurz DLR, und von dieser Mission werden ziemlich große Durchbrüche erwartet.

Bleiben wir direkt in Europa und schauen uns einmal das Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA an: Aurora, so heißt das gesamte Programm, soll nämlich unser Sonnensystem weiter erkunden. Besonders unseren Nachbarn Mars und unseren Mond. Und neben einigen Missionen wie einem weiteren Rover zum Mars, gibt es im Rahmen des Programms auch zwei bemannte Raumfahrten. 2024 soll nämlich wieder eine bemannte Mission zum Mond folgen und nach ein bis zwei unbemannten Vorbereitungsmissionen soll es 2033 dann auch endlich eine bemannte Marsmission geben.

Davor soll aber auch noch die Mission „Mars Sample Return“ stattfinden. Wie der Name schon sagt, soll diese zum ersten Mal Proben des Mars hier auf die Erde bringen. Die ganze Mission soll aus einem Orbiter, also einem Objekt, das den Mars umkreist und einem Landemodul bestehen. Wobei der Orbiter eine Rückkehrkapsel enthält, die dann etwa 500 Gramm Gesteinsmaterial zu Erde bringen soll. Außerdem soll ein Bohrsystem dabei helfen, zwei Meter tiefes Gestein an die Oberfläche zu bringen.

Leben auf dem Mond

So, wir versuchen ja immer wiederunseren Weltraum zu unserem zweiten Zuhause zu machen. Und damit es nicht nur bei der Internationalen Raumstation bleibt, schauen wir und doch einmal eine zukünftige Mondkonolisation an. Und Obwohl die Planungen von George W. Bush einer Mondkolonisation von Barack Obama wieder beerdigt wurden und es momentan auch nicht sicher ist, wie es mit einer zukünftigen Mondkolonisation aussieht, finde ich den Gedanken trotzdem ganz interessant. Eine Entwicklung könnte wie folgt aussehen:

1.      Nachzusehen, wo können wir denn am besten eine Mondbasis aufbauen
2.      Anzufangen Siedlungen einzurichten und
3.      Eine eigene ökonomische Entwicklung.

Jetzt ist der erste Schritt für uns momentan kein Problem. Aber der zweite Schritt wird schwierig. Denn hier stellt sich schon die Frage nach dem Verhältnis von Kosten und Nutzen. Also lohnt es sich und macht es überhaupt Sinn, eine ganze Siedlung auf dem Mond aufzubauen? Denn billig, das prophezeie ich hier schon mal, wird das garantiert nicht. Nach Schätzungen mehrere 100 Milliarden Dollar. Das gleiche, nur teurer gilt natürlich auch für eine Marskolonisation. Denn der Mars unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht gar nicht so stark von der Erde: Ein Tag dauert etwas mehr als 24 Stunden. Der Mars hat eine Neigung von etwa 25 Grad (Die Erde eine von 23 Grad). Und er hat ebenfalls eine Atmosphäre, die zwar nur sehr dünn ist, aber immerhin ein kleines bisschen vor kosmischer Sonnenstrahlung schützt. Hingegen gibt es aber auch noch einige Faktoren, die mal gar nicht nach Planet Erde aussehen. Wie zum Beispiel das sein Magnetfeld nur etwa ein Hundertstel so stark ist, es kein flüssiges Wasser an der Oberfläche gibt oder ein Jahr fast doppelt so lang wie auf der Erde dauert und so weiter und sofort.

Und natürlich gibt es auch noch einige weitere Missionen, und manche werden ja auch noch dieses Jahr stattfinden. Aber ich denke das waren mal die wichtigsten und größten Missionen die in den nächsten Jahren so geplant sind.

Vielen Dank an Thomas vom Kanal AllesPhysik für diesen Beitrag!

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